21.01.2016 17:22

Phoenix, USA

Paar hielt Mädchen (3) in Schrank gefangen

Kahlrasiert, geknebelt und gefesselt: In Phoenix befreit die Polizei ein dreijähriges Mädchen aus einem Kleiderschrank. Den Ermittlern geht der Fall unter die Haut.

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kle

Die Polizei von Phoenix im US-Staat Arizona ermittelt: Mayra Solis (21) und ihr Freund Francisco Javier Rios-Covarrubias (30) sollen Solis' dreijährige Tochter in einem Kleiderschrank gefangen gehalten haben, während sie arbeiten gingen. Als die Polizei am Dienstag in der Wohnung des Paares eintraf, fanden sie die Kleine in einem Abfallsack im Wandschrank, geknebelt und gefesselt mit Klebeband. Bekleidet war es nur mit einer Windel und einem Hemd.

Laut Polizeibericht weist das Mädchen eindeutige Spuren sexuellen Missbrauchs auf. Es hat zudem mehrere Brüche und eine Reihe anderer Verletzungen. Die Kleine kann nicht allein stehen. Laut dem Nachrichtensender «Fox 10 Phoenix» soll das Kind kahlrasiert sein. Die Mutter benutzte ihre Tochter, um auf der Strasse zu betteln. Sie erzählte, das Kind leide an Krebs.

Zum Missbrauch angeboten

Die Polizei war durch einen Hinweis aufmerksam geworden. Ein Mann, der sich mit dem Freund der Mutter zum Sex verabredet haben soll, soll in der Wohnung «einem schlechtem Geruch» nachgegangen sein und das Kind in dem Schrank entdeckt haben. Das Mädchen soll ihm von Covarrubias zum Missbrauch angeboten worden sein. Der Mann alarmierte darauf die Polizei.

Den Angaben zufolge war das Kind oft tagsüber mit dem Mann allein, während die Mutter in einem Taco Bell in Mesa, einem Vorort von Phoenix, arbeitete. Covarrubias arbeitete in einem Lokal der Fast-Food-Kette «El Pollo Loco». Oft soll die Dreijährige auch stundenlang – manchmal sogar tagelang — ganz allein gewesen sein.

Die Ermittler nahmen das Paar fest. Mayra Solis muss sich wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht verantworten, ihr Freund wegen einer Reihe von Vergehen, darunter Entführung, Menschenhandel und sexuellen Missbrauchs an einem Kind. Der Polizeichef von Mesa sagte, dies sei einer der schlimmsten Fälle, in denen er jemals habe ermitteln müssen. «Die Polizisten, die am Tatort arbeiteten, sind aufgewühlt ob der verstörenden Bedingungen, in denen dieses Kind zu leben hatte. Es hat ihre Seelen schockiert.» (kle/sda)

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