China: Paar nach drei Jahren wiedervereint – Frau stirbt am selben Tag

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ChinaPaar nach drei Jahren wiedervereint – Frau stirbt am selben Tag

Eine Russin, die wegen der chinesischen Covid-Massnahmen rund drei Jahren von ihrem Ehemann getrennt war, traf ihn dieses Jahr endlich wieder – am selben Tag starb sie an einer Lungenembolie.  

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Die Organe der Russin wurden nach deren Ableben gespendet. 

Die Organe der Russin wurden nach deren Ableben gespendet. 

Baidu/JimuNews
Nikas Mutter konnte sich noch per Videoschalte verabschieden

Nikas Mutter konnte sich noch per Videoschalte verabschieden

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Darum gehts

Die tragische Geschichte einer Liebe zwischen einer Russin und eines Chinesen bewegt China. Das Paar war aufgrund der Pandemie rund drei Jahre getrennt und am selben Tag der lang ersehnten Wiedervereinigung starb die erst 30-Jährige an einer Lungenembolie. 

Die Geschichte wurde bekannt, weil die Russin – von der «South China Morning Post» «Nika» genannt, nach ihrem Ableben ihre Organe an vier Menschen in China hat spenden lassen. Die Transplantationen sollen Anfang dieses Monats in der südchinesischen Region Guangxi Zhuang stattgefunden haben. 

Das Paar hatte sich 2018 durch ihre Arbeit in der Musikbranche kennen gelernt. Der Chinese Ouyang soll sich Hals über Kopf in die Russin Nika verliebt haben – und sie in ihn – sodass eine Hochzeit im April desselben Jahres folgte. Im September 2018 reisten sie dann nach Russland, um Nikas Mutter zu besuchen. Anschliessend kehrte Ouyang verfrüht nach China zurück, wo seine Frau einige Monate später nachkommen sollte.

Chinas Beschränkungen sorgten für Verzögerung

Die Pandemie entschied anders. Aufgrund der strengen Beschränkungen, die China verhängte, wurde Nikas Reise immer wieder verschoben. Im Oktober 2021 durfte die Russin dann ihren Ehemann das erste Mal wieder in die Arme schliessen. «Wir umarmten uns und weinten fünf Minuten lang. Ich war glücklich, extrem glücklich», erinnerte sich Ouyang.

Doch kurz darauf bekam Nika Atembeschwerden – sie hatte eine massive Lungenembolie erlitten und man sagte ihm, dass sie keine Chance mehr habe. Ouyang, der sie direkt ins Krankenhaus fuhr, als sie die ersten Symptome aufwies, wollte das nicht hinnehmen und fuhr rund 150 Kilometer weit ins nächste Krankenhaus, wo er die gleiche Diagnose erhielt. 

Nach Eintreten der Symptome fiel Nika ins Koma und wachte nicht mehr auf. Die 30-Jährige hatte seit Kindheit an gesundheitlichen Problemen gelitten und während des Flugs vermutlich eine Lungenembolie entwickelt. 

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Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

(sys)

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