Saturnmond Mimas: Pac-Man im Weltall
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Saturnmond MimasPac-Man im Weltall

Die Raumsonde Cassini hat bizarre Aufnahmen vom Saturnmond Mimas übermittelt. Auf dem Wärmebild wirkt er wie eine legendäre Videospiel-Figur aus den Achtzigern.

von
pbl
Mimas in natura und mit Temperaturkarte. (Bild: NASA/JPL/GSFC/SWRI/SSI)

Mimas in natura und mit Temperaturkarte. (Bild: NASA/JPL/GSFC/SWRI/SSI)

Mimas ist mit einem Durchmesser von rund 400 Kilometern einer der grösseren der 62 bekannten Monde des Ringplaneten Saturn. Die Raumsonde Cassini, ein Gemeinschaftsprojekt der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA mit der europäischen ESA, hat ihn bei ihrem Vorbeiflug vor fünf Jahren fotografiert. Bei der Auswertung ergab vor allem die Wärmeanalyse ein bizarres Ergebnis, wie die NASA nun mitteilte.

Die Temperaturunterschiede auf der eisigen Mondoberfläche ergeben ein Bild, das aussieht wie die gefrässige Pac-Man-Figur aus dem Videospiel der 80er Jahre. Ein Eindruck, der durch den 130 Kilometer breiten Herschel-Krater noch verstärkt wird. Die Unterschiede sind in der Realität nicht so gross, wie es die Farben andeuten – die gelben Gebiete haben eine Temperatur von -181 Grad, im blauen Bereich herrschen -196 Grad.

Unterschiedliche Beschaffenheit

Dennoch gibt das seltsame Muster Rätsel auf, denn die Oberfläche war vollständig von der Sonne beschienen. Forscher glauben gemäss der BBC, die unterschiedliche Beschaffenheit der Mondoberfläche könnte für die Unterschiede verantwortlich sein. Gewisse Strukturen könnten die Wärme besser absorbieren als andere, lautet eine mögliche Erklärung.

Mimas ist auch in «natura» ein spezieller Himmelskörper. Wegen des auffällige Herschel-Kraters – benannt nach dem Entdecker des Mondes, dem deutschen Astronomen Wilhelm Herschel – wird er oft mit dem «Todesstern» aus den Star-Wars-Filmen verglichen.

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