Pädophilen-Prozess kostet Belgien ein Vermögen
Aktualisiert

Pädophilen-Prozess kostet Belgien ein Vermögen

Der Prozess gegen den mutmasslichen Kinderschänder und Mörder Marc Dutroux hat den belgischen Staat schon jetzt rund 4,7 Millionen Euro gekostet. Das Verfahren beginnt am 1. März 2004.

Diese Summe sei für die gesamte juristische Vorbereitung angefallen, sagte die belgische Justizministerin Laurette Onkelinx am Dienstag in Brüssel vor Parlamentsvertretern.

Nach ihren Worten hat Brüssel allein 330 Polizisten schulen lassen, um die Sicherheit im Gerichtssaal und der Umgebung zu gewährleisten. Anklage und Verteidigung wollen insgesamt rund 450 Zeugen einberufen.

Das Verfahren findet ab dem 1. März vor dem Schwurgericht der südbelgischen Provinzhauptstadt Arlon statt, rund zweieinhalb Autostunden von Brüssel entfernt. Fast 1300 Medienschaffende aus aller Welt haben sich akkreditiert.

Dem heute 47-jährigen Dutroux wird vorgeworfen, 1995 und 1996 sechs Mädchen entführt, vergewaltigt und misshandelt zu haben. Nur zwei der Mädchen konnten lebend gerettet werden. Neben Dutroux sitzen drei mutmassliche Komplizen auf der Anklagebank, darunter auch seine Ex-Frau Michelle Martin.

(sda)

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