Nach Ausweisung: Pädophiler Trainer betreut Junioren in Ungarn
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Nach AusweisungPädophiler Trainer betreut Junioren in Ungarn

Fussballtrainer Gabor F. hat in der Schweiz fünf Buben sexuell missbraucht. Nach seiner Ausweisung arbeitet der Mann in Ungarn erneut mit Minderjährigen.

Gabor F. hat sich zwischen 2001 und 2003 als Fussballtrainer des FC Juventus Binningen an fünf seiner Junioren vergangen. Seine Taten reichten von gemeinsamem Onanieren über Berührungen bis hin zu Oralverkehr. Deshalb verurteilte ihn das Basler Strafgericht 2005 wegen sexueller Nötigung und sexuellen Handlungen mit Kindern zu vier Jahren Gefängnis. Doch die Haftstrafe trat der heute 33-Jährige nie an – nach einer Verhaltenstherapie wurde ihm 2006 die Aufenthaltsbewilligung entzogen.

Heute ist Gabor F. in Ungarn wieder als Fussballtrainer aktiv. Er trainiert zweimal pro Woche die Junioren des Budapester Fussballvereins Black Stars. Die Jungen sind alle zwischen zehn und 14 Jahren alt. Zusätzlich treffen sich die 20 Buben zweimal monatlich samstags mit ihrem Trainer – im so genannten Heisse-Schokolade-Club. Bei gemeinsamen DVD-Abenden und beim Spaghettikochen betreut Gabor F. vor allem Jungen aus sozial benachteiligten Schichten.

Gabor F. beteuert, mit seiner Vergangenheit abgeschlossen zu haben: «Ich habe bei meiner Arbeit ein reines Gewissen», sagte Gabor F. über seinen Schweizer Anwalt der «Basler Zeitung». Ausserdem wisse sein Arbeitgeber, die Unity in Diversity Foundation, von seinen Verfehlungen.

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