Pärchen langte zu: 15.000 Franken Dildo-Beute

Aktualisiert

Pärchen langte zu: 15.000 Franken Dildo-Beute

Eine Krankenschwester hat zusammen mit ihrem Verlobten einen Zürcher Sex-Shop überfallen und Bargeld sowie Utensilien für rund 15 000 Franken erbeutet. Am Freitag stand die geständige Räuberin vor Gericht.

von
Attila Szenogrady

Die heute 25-jährige Krankenschwester will in absehbarer Zeit die Ausbildung für den Beruf einer Spitalsekretärin in Angriff nehmen. So die heute 25-jährige Kosovo-Albanerin, die sich am Freitag vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten musste. Im letzten Herbst hatte sich die junge Frau aus Oberhasli ausserberuflich für einmal als skrupellose Räuberin betätigt.

Sex-Shop geplündert

Fest steht, dass die Angeklagte am 31. Oktober 2007 zusammen mit ihrem Verlobten in einem Sex-Shop an der Friesstrasse in Zürich-Oerlikon auftauchte und einen 63-jährigen Verkäufer mit einer echt aussehenden Feuerzeugpistole bedrohte. Dann stülpten die unerwünschten Besucher ihrem Opfer einen Papiersack über den Kopf und verlangten ultimativ Geld. Da das Pärchen über die in der Kasse liegenden 2000

Franken enttäuscht war, beschloss es spontan, das ganze Lokal auszuräumen. So trugen die Räuber neben dem Bargeld nicht nur 578 Porno-DVD`s, sondern auch zahlreiche Sex-Spielzeuge für rund 13 000 Franken davon. Sie gingen dreist vor, indem sie die Utensilien in vier Tragkoffern vom Tatort wegschleppten.

Dümmer als die Polizei erlaubt

Allerdings verhielt sich das Duo dümmer als die Polizei erlaubt. So nahm es dem eingeschüchterten Geschädigten dessen Mobiltelefon ab. Mit der Folge, dass die Polizei die Täterschaft dank Handy-Ortung schon nach wenige Stunden verhafteten konnte.

Vor Gericht gab die Angeklagte Geldmangel als Tatmotiv an. Sie hatte Glück und wurde einen Tag nach ihrer Festnahme wieder entlassen. Im Gegensatz zu ihrem Freund, der sich immer noch hinter Gitter befindet.

Bedingte Strafe droht

Aussergewöhnlich war, dass der Verteidiger der Verhandlung unerwartet fern geblieben war. Er soll sein Plädoyer noch schriftlich nachliefern. Allerdings ging es nicht mehr um viel, da die Beschuldigte sowohl den Raub als auch den Konsum von Kokain und Marihuana zugegeben hat. Der Strafantrag lautete auf 15 Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung. Womit die Krankenschwester noch einmal mit einem blauen Auge davon kommen dürfte. Das Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet.

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