Sprengstoffterror in Athen: Paketbombe war an Sarkozy adressiert
Aktualisiert

Sprengstoffterror in AthenPaketbombe war an Sarkozy adressiert

In Athen ist eine Frau durch die Explosion einer Paketbombe verletzt worden. Eine weitere war an den französischen Präsidenten Sarkozy addressiert.

Ein Bombenspezialist der Athener Polizei vor der kontrollierten Explosion einer Paketbombe im Stadtzentrum.

Ein Bombenspezialist der Athener Polizei vor der kontrollierten Explosion einer Paketbombe im Stadtzentrum.

Bei der Explosion einer Paketbombe in der griechischen Hauptstadt Athen ist am Montag eine Angestellte eines Kurierdienstes verletzt worden. Der Polizei gelang es anschliessend, drei weitere Briefbomben zu entschärfen und zwei Verdächtige festzunehmen.

Eine der Briefbomben sollte an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy geschickt werden, teilte das griechische Ministerium für Bürgerschutz mit.

Der erste Sprengsatz war in einem Paket versteckt, das ein Unbekannter bei einem Kurierdienst abgab. Als eine der Angestellten das Paket sortierte, detonierte der Sprengsatz. Die Frau wurde leicht verletzt. Empfänger des Pakets war die Botschaft Mexikos in Athen, teilte die Polizei mit.

Weitere verdächtige Sendung

Wenig später wurde eine andere verdächtige Sendung entdeckt, die bei einem anderen Kurierdienst abgegeben worden und an die Botschaft der Niederlande adressiert war. Sie wurde mit einer kontrollierten Explosion entschärft.

Eine Polizeistreife, die zufällig in der Gegend unterwegs war, bemerkte zwei Verdächtige und nahm sie fest. Die beiden hatten zwei weitere Briefbomben bei sich und waren mit Pistolen bewaffnet. Die Briefe waren laut Polizei an den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy in Paris und die Botschaft Belgiens in Athen adressiert.

Die Festgenommenen sollen einer kleinen griechischen Terrorgruppe namens «Konspiration der Zellen des Feuers» angehören, die für Dutzende von Bombenanschlägen auf Banken und Regierungsgebäude sowie Filialen ausländischer Firmen in den vergangenen drei Jahren verantwortlich gemacht wird, berichtete das Staatsradio weiter. (dapd)

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