Taliban-Gefahr: «Pakistan kämpft ums Überleben»
Aktualisiert

Taliban-Gefahr«Pakistan kämpft ums Überleben»

Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch die Taliban sieht der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari sein Land im «Überlebenskampf». In einer Fernsehansprache sagte er, seine Regierung müsse diesen Kampf «um jeden Preis gewinnen».

Zardari lobte den Einsatz der pakistanischen Sicherheitskräfte und kündigte hohe Zulagen für die Streitkräfte an. Laut Armee sind bei der Militäroffensive gegen die Aufständischen im Swat-Tal bislang mehr als 1400 Militante und mehr als 120 Soldaten getötet worden.

Die Regierung hatte die Operation Ende April begonnen, nachdem die Taliban sich nicht an ein Friedensabkommen gehalten und dies stattdessen dazu benutzt hatten, noch weitere Gebiete unter ihre Kontrolle zu bringen. Zuletzt standen sie damals rund 100 Kilometer vor der Hauptstadt Islamabad.

Taliban bekennen sich zu jüngsten Anschlägen

Derweil haben sich die Taliban zur jüngsten Serie tödlicher Anschläge in Pakistan bekannt. Dazu gehört auch der Angriff auf ein Luxushotel in der nordwestlichen Grenzstadt Peshawar, wie Taliban-Kommandeur Saeed Hafiz am Samstag in pakistanischen Medien erklärte. In dem Hotel kamen am vergangenen Dienstag mindestens neun Menschen ums Leben.

Aufs Konto der militanten Organisation geht dem Bekenntnis zufolge ferner der Selbstmordanschlag auf eine Religionsschule in Lahore, wo am Freitag einer der prominentesten Taliban-kritischen Geistlichen getötet wurde.

Gesucht: Osama bin Laden

Der US-Geheimdienst CIA glaubt nach wie vor, dass sich der El- Kaida-Terroristenführer Osama bin Laden in Pakistan versteckt hält. Die Aussicht, den El-Kaida-Chef auszuschalten, könnte sich im Zuge der pakistanischen Offensive gegen die Taliban-Rebellen im Land verbessern, zitierten US-Medien am Freitag (Ortszeit) CIA-Direktor Leon Panetta.

Das Aufspüren Bin Ladens sei weiterhin eine der höchsten Prioritäten der CIA, betonte Panetta. «Eine unserer Hoffnungen ist, dass wir durch den Einsatz des pakistanischen Militärs zusammen mit unseren Operationen eine bessere Chance haben, ihn zu fassen.»

Quelle: SDA/AP

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