Kampf gegen Terror: Pakistan ruft Obama zum Angriffs-Stopp auf
Aktualisiert

Kampf gegen TerrorPakistan ruft Obama zum Angriffs-Stopp auf

Nach mehreren mutmasslichen US-Raketenangriffen im Nordwesten Pakistans hat die Regierung in Islamabad den neuen US-Präsidenten Barack Obama zum Stopp dieser Attacken aufgerufen.

Man habe gegenüber den US-Behörden grosse Besorgnis darüber geäussert, dass bei den Drohnen-Angriffen auf die Rückzugsgebiete von Taliban- und Al-Kaida-Kämpfern immer wieder Zivilpersonen ums Leben kämen, teilte das Aussenministerium am Samstag mit.

Am Freitag wurden bei zwei solchen Angriffen im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan mindestens 22 Menschen getötet, wie die pakistanischen Behörden erklärten. Demnach waren unter den Opfern nur acht ausländische Extremisten. Es waren die ersten derartigen Angriffe seit Obamas Amtsantritt.

Die mit den USA verbündete Regierung in Islamabad protestiert routinemässig gegen solche Vorfälle. Viele Beobachter gehen aber davon aus, dass es sich dabei lediglich um Lippenbekenntnisse handelt. Die Regierung wolle nämlich nicht einräumen, dass sie den USA im Kampf gegen die islamischen Extremisten stillschweigend Angriffe aufs eigene Territorium gestattet habe und dafür finanzielle Unterstützung erhalte. (dapd)

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