Pakistan: Terrorismus grösste Herausforderung
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Pakistan: Terrorismus grösste Herausforderung

Pakistans neuer Ministerpräsident Yousuf Raza Gilani hat die Terrorismusbekämpfung als wichtigste Aufgabe seiner Regierung bezeichnet.

«Terrorismus und Extremismus sind unsere grössten Probleme», sagte Gilani.

Zugleich kündigte er nach seiner Bestätigung durch das Parlament am Samstag an, die Regierung sei zu Gesprächen mit Mitgliedern militanter Gruppen bereit, wenn diese ihre Waffen niederlegten.

Die Abgeordneten hatten den Politiker aus der Volkspartei (PPP) der ermordeten Ex-Regierungschefin Benazir Bhutto einstimmig im Amt bestätigt. Da auch die Opposition Gilani ihre Unterstützung zusicherte, wurde die in der pakistanischen Verfassung eigentlich vorgesehene Vertrauensabstimmung über den Premier überflüssig.

Gilani soll eine Koalition der PPP mit der Partei des früheren Ministerpräsidenten Nawaz Sharif anführen. Die beiden Gruppierungen von Kritikern des Präsidenten Pervez Musharraf hatten sich bei der Wahl Mitte Februar deutlich gegen dessen Unterstützer durchgesetzt.

Musharrafs Beliebtheit in der Bevölkerung hat unter anderem wegen seiner Unterstützung für den US-Kurs im Kampf gegen den Terrorismus massiv nachgelassen. Ausserdem kämpfen viele Pakistaner mit wirtschaftlichen Problemen.

(sda)

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