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Palästina: Drei Tote bei Zusammenstössen zwischen Fatah und Hamas

Bei bewaffneten Zusammenstössen zwischen militanten Mitgliedern der Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah sind am frühen Montagmorgen mindestens drei Menschen getötet worden.

Nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen begannen die Kämpfe im Morgengrauen im Bereich von Chan Junis im südlichen Gazastreifen. Augenzeugen berichteten, zunächst sei ein Hamas- Mitglied bei den bewaffneten Auseinandersetzungen getötet worden.

Daraufhin hätten andere Anhänger der Gruppe eine Panzerfaust gegen die Fatah- Mitglieder eingesetzt. Dabei seien zwei von ihnen getötet und fünf weitere verletzt worden.

Regierungschef Ismail Hanija von der radikalislamischen Hamas habe die Militanten aufgerufen, der Gewalt ein Ende zu setzen, sagte Kabinettssprecher Ghasi Hamad. Die Regierung rufe alle zur Besonnenheit und Ruhe auf.

Seit dem Wahlsieg der radikalen Hamas Ende Januar ist es immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstössen mit Anhängern der zuvor regierenden Fatah gekommen. Hamas baut in den Palästinensergebieten gegen den Widerstand des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas (Fatah) eine Polizeitruppe auf.

Sie soll das Chaos beenden und die Ordnung wiederherstellen. In die Truppe wurden auch mehrere Gruppierungen der konkurrierenden Fatah aufgenommen.

(sda)

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