Palästinenser bei ägyptischer Grenze erschossen

Aktualisiert

Palästinenser bei ägyptischer Grenze erschossen

An der neuerlich geschlossenen Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Ägyptische Grenzbeamte und Sicherheitskräfte der Hamas feuerten Augenzeugenberichten zufolge Schüsse ab. Dabei kam ein 42-jähriger Palästinenser ums Leben, mindestens acht weitere Personen erlitten Schussverletzungen und dutzende andere wurden bei Kämpfen verletzt, wie palästinensische Ärzte sagten.

Palästinenser warfen an der seit Sonntag wieder geschlossenen Grenze mit Steinen auf die Ägypter, diese feuerten mit Tränengas über die Grenze. Die Ausschreitungen vom Montag waren der erste Gewaltausbruch seit Kämpfer der Hamas am 23. Januar Löcher in den Grenzwall gesprengt hatten, woraufhin hunderttausende Palästinenser in den nächsten zwölf Tagen die Gelegenheit nutzten, um in Ägypten einzukaufen oder Verwandte zu besuchen. In Gaza demonstrierten am Montag hunderte gegen die erneute Abriegelung der Grenze. Sprecher der Hamas appellierten auch an die übrigen arabischen Staaten, auf Kairo Druck zu machen, die Grenze wieder zu öffnen. (dapd)

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