Palästinenser blockieren Grenzübergang
Aktualisiert

Palästinenser blockieren Grenzübergang

Aus Protest gegen verschärfte Sicherheitsbestimmungen haben rund 1.500 aufgebrachte Palästinenser den Grenzübergang Eres im Gazastreifen blockiert.

Sie sperrten am frühen Morgen die Strasse mit Betonklötzen ab und kündigten einen eintägigen Streik an. Die Sicherheitsvorkehrungen an dem Grenzübergang wurden nach einem Selbstmordattentat am 14. Januar verschärft, bei dem vier Israelis getötet wurden.

Die Palästinenser müssen dort nun stundenlange Wartezeiten und strenge Kontrollen auf sich nehmen. Eres ist der wichtigste Grenzübergang nach Israel und wird von rund 19.000 Palästinensern genutzt.

Die Arbeiter protestierten mit der Blockade auch gegen den Tod eines Kollegen, der am Montag bei dem Versuch starb, über die Grenze zu gelangen. «Eres ist der Kontrollpunkt des Todes», skandierten sie.

Die israelischen Streitkräfte erklärten, der 41-Jährige habe während der Wartezeit einen Herzinfarkt erlitten. Palästinensische Ärzte sagten zunächst, der Mann sei an dem überfüllten Grenzübergang erstickt, wollten dies jedoch später nicht mehr bestätigen. (dapd)

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