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NahostPalästinenser drosseln Rhetorik in UNO-Vorstoss

Der UNO-Sicherheitsrat solle Israel verurteilen. Die Palästinenser wollen dies nun mit einer Resolution ohne die übliche Brachialsprache erreichen.

Die Palästinenser wollen im UNO-Sicherheitsrat eine Verurteilung der israelischen Siedlungspolitik erreichen. Ein entsprechender Text wurde zwar noch nicht offiziell in das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen eingebracht, ein Entwurf kursiert aber schon in New York.

Das besondere: Statt der üblichen dogmatischen Sprache ist der Text vergleichsweise moderat gehalten. So enthält der Entwurf auch nicht die Forderung nach Sanktionen, sondern nur eine offizielle Verurteilung Israels durch den Sicherheitsrat.

Mit der gemässigten Sprache machen es die Palästinenser vielen Staaten möglich, dem Text zuzustimmen. Zum zweiten ist es für die Freunde Israels, allen voran die USA, schwer, dem sachlichen Text nicht zuzustimmen.

Als ständiges Mitglied des Sicherheitsrates kann Washington den Text zwar blockieren, ein Veto gegen einen massvollen Text würde aber auch den Ruf der USA beschädigen und könnte viele Araber in ihrer Ablehnung bestätigen. Nach jetziger Planung soll das Thema Naher Osten in knapp zwei Wochen, am 19. Januar im Sicherheitsrat behandelt werden. (sda)

Palästinenser versehentlich erschossen

Israelische Soldaten haben nach palästinensischen Angaben während einer Razzia im Westjordanland versehentlich einen unbeteiligten Palästinenser getötet. Aus palästinensischen Sicherheitskreisen verlautete, die Soldaten hätten den 65-Jährigen erschossen, während sie in Hebron nach einem Hamas-Mitglied gesucht hätten, das im selben Haus wohne. Die Medien der Hamas berichteten im Gazastreifen, Israel habe einen von sechs Anhängern gesucht, die am Donnerstag von der palästinensischen Autonomiebehörde aus der Haft entlassen worden seien. Die israelischen Streitkräfte äußerte sich nicht zu dem Vorwurf. (AP)

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