Nahost: Palästinenser gedenken «Tag der Katastrophe»
Aktualisiert

NahostPalästinenser gedenken «Tag der Katastrophe»

Die Palästinenserführung hat anlässlich des sogenannten Nakba-Tages - des «Tages der Katastrophe» - eine Lösung des palästinensischen Flüchtlingsproblems gefordert.

Am «Tag der Katastrophe» lassen die Palästinenser Ballone in Ramallah steigen.

Am «Tag der Katastrophe» lassen die Palästinenser Ballone in Ramallah steigen.

Dies sei ebenso ein Muss wie die Gründung eines Palästinenserstaates mit einer Hauptstadt in Ost-Jerusalem, hiess es in einer Erklärung des palästinensischen Chefunterhändlers Saeb Erekat vom Freitag. Nach UNO-Angaben sind 4,7 Millionen Palästinenser als Vertriebene und Flüchtlinge registriert.

Die Palästinenser gedenken am Nakba-Tag der Vertreibung und Flucht von mehr als 700 000 Arabern während des ersten Nahost- Krieges von 1948. Die Palästinenser begehen den Nakba-Tag jedes Jahr am 15. Mai und damit einen Tag nach dem Jahrestag der israelischen Staatsgründung vom 14. Mai 1948.

Auslöser für die Kämpfe von 1947/48 war der UNO-Teilungsplan vom 29. November 1947, der die Gründung eines arabischen und eines jüdischen Staates vorsah. Die Araber lehnten dies ab.

Erekat forderte die Staatengemeinschaft auf, das internationale Recht auch im Fall Israels durchzusetzen. «In anderen Konflikte werden die Rechte von Flüchtlingen eingehalten und respektiert, einschliesslich des Rechts auf Rückkehr, Rückgabe und Entschädigung.» Im krassen Gegensatz dazu verweigere Israel den palästinensischen Flüchtlingen Grundrechte.

Das Flüchtlingsproblem gehört mit dem Streit über den künftigen Status von Jerusalem zu den kompliziertesten Fragen im israelisch- palästinensischen Konflikt. (sda)

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