Friedensgespräche: Palästinenser verlangen Garantien Israels
Aktualisiert

FriedensgesprächePalästinenser verlangen Garantien Israels

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas lehnt direkte Gespräche mit Israel ab, solange seine Vorbedingungen nicht akzeptiert werden.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (Mitte) verlangt, dass Israel die Grenzen von 1967 anerkennt und die Siedlungen nicht weiter ausbaut. Hier im Gespräch mit dem Präsidenten der arabischen Liga, Amr Mussa (rechts), und dem ägyptischen Aussenminister Ahmad Abul Gheit.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (Mitte) verlangt, dass Israel die Grenzen von 1967 anerkennt und die Siedlungen nicht weiter ausbaut. Hier im Gespräch mit dem Präsidenten der arabischen Liga, Amr Mussa (rechts), und dem ägyptischen Aussenminister Ahmad Abul Gheit.

Abbas werde direkten Verhandlungen zustimmen, wenn er eine schriftliche Versicherung erhalte, dass Israel sich zu den Grenzen von 1967 bekenne und den Siedlungsbau komplett stoppe, berichtete die amtliche ägyptische Nachrichtenagentur MENA am Donnerstag anlässlich eines Treffens der Arabischen Liga in Kairo.

Abbas steht unter starkem Druck der USA und Europas, direkten Verhandlungen mit Israel zuzustimmen. Alle direkten Gespräche wurden 2008 eingestellt. Die Arabische Liga will entscheiden, ob sie sich Hinter die Forderung nach direkten Gesprächen stellt. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will sich bisher nicht auf verbindliche Zusagen einlassen. Im Prinzip hat er sich für einen unabhängigen palästinensischen Staat ausgesprochen, verweigert den Palästinensern jedoch die Kontrolle über Ostjerusalem, das Hauptstadt des unabhängigen Staates werden soll. (dapd)

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