Aktualisiert 21.01.2005 08:37

Palästinensische Grenzschützer beziehen Positionen

Erstmals seit Beginn des Palästinenseraufstands vor mehr als vier Jahren haben hunderte palästinensische Polizisten am Freitagmorgen wieder Positionen im Grenzgebiet zu Israel bezogen.

Aus palästinensischen Sicherheitskreisen verlautete, die Grenzschützer hätten Stellungen im Bereich von Karni östlich der Stadt Gaza bis Bet Chanun im nördlichen Teil des Gazastreifens eingenommen. Insgesamt sei die Stationierung von 3000 zusätzlichen Sicherheitskräften geplant.

Sie sollen palästinensische Extremisten daran hindern, Raketen auf israelische Ziele zu feuern. Ein ranghoher palästinensischer Polizeirepräsentant sagte, es seien gemeinsame Patrouillen von Mitgliedern unterschiedlicher Sicherheitsapparate im Grenzgebiet vorgesehen.

Der israelische Verteidigungsminister Schaul Mofas hatte am Donnerstag grünes Licht für die Stationierung der palästinensischen Grenzschützer gegeben. Generalstabschef Mosche Jaalon sprach von einem «positiven Stimmungsumschwung». «Die Palästinenser beginnen zu verstehen, dass Terror sich nicht auszahlt», sagte Jaalon.

Im Soroka-Spital in Beerschewa starb unterdessen eine israelische Jugendliche, die am Samstag bei einem palästinensischen Raketenangriff lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten hatte.

(sda)

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