Aktualisiert 20.01.2016 11:13

Foie gras

Pamela Anderson will «das Stopfen» verbieten

Auf Einladung von Brigitte Bardot sprach der ehemalige «Baywatch»-Star Pamela Anderson im Parlament in Paris. Sie will den Franzosen den Appetit auf Gänseleber verderben.

von
chk
«Foie gras hat in einer zivilisierten Gesellschaft keinen Platz»: Pamela Anderson zeigt ein Foto mit einer Gans. (19. Januar 2016)

«Foie gras hat in einer zivilisierten Gesellschaft keinen Platz»: Pamela Anderson zeigt ein Foto mit einer Gans. (19. Januar 2016)

Keystone/François Mori

Der ehemalige «Baywatch»-Star Pamela Anderson will den Franzosen den Appetit auf Gänsestopfleber verderben. «Ich fordere die französischen Abgeordneten auf, das Stopfen zu verbieten», sagte die US-kanadische Schauspielerin am Dienstag im Parlament in Paris.

Die umstrittene Delikatesse Foie gras sei nicht gesund und habe «in einer zivilisierten Gesellschaft keinen Platz». Die gemästeten Enten und Gänse seien in ihrem Leben keinen einzigen Tag «glücklich» gewesen.

Von Brigitte Bardot eingeladen

Die aus der TV-Serie «Baywatch» bekannte Schauspielerin war auf Einladung der Grünen-Abgeordneten Laurence Abeille und der Tierschutzstiftung der französischen Kino-Ikone Brigitte Bardot im Parlament. Sie stellten dort einen Gesetzesentwurf vor, der die Stopfleberproduktion verbieten soll.

Während sich in dem kleinen Pressesaal die Fotografen und Kameraleute drängten, kam von den anderen Fraktionen Kritik. Der sozialistische Abgeordnete Hugues Fourage kritisierte den Auftritt als blosse «Showpolitik». Der Fraktionschef der konservativen Republikaner, Christian Jacob, sprach von einem «Nullpunkt der Politik».

Gastronomisches Kulturerbe

Stopfleber ist eine französische Spezialität, die offiziell zum gastronomischen Kulturerbe des Landes gehört. Bei der Stopfleberproduktion werden die Tiere auf engem Raum mit wenig Bewegungsmöglichkeiten gehalten und mit übermässig viel Futter gemästet – damit sie eine Fettleber bekommen.

Die 48-jährige Anderson engagiert sich schon seit vielen Jahren für den Tierschutz. Sie kämpft gegen Tierversuche und Kleidung aus Leder oder Pelz und propagiert vegetarisches Essen. (chk/sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.