Aktualisiert 05.02.2014 20:01

Einkaufstourismus

Pampers erhöht heimlich Preise für Windeln

Pampers waren in Deutschland bisher deutlich günstiger als in der Schweiz. Doch nun kosten die Windeln ennet der Grenze rund zehn Prozent mehr.

von
Dorothea Vollenweider
Ein Windel-Einkauf in Deutschland lohnt sich weniger als bisher.

Ein Windel-Einkauf in Deutschland lohnt sich weniger als bisher.

Jedes Wochenende pilgern Tausende Schweizer nach Deutschland zum Einkaufen. Sie wollen Geld sparen und stocken ihre Vorräte auf – das lohnt sich bei einigen Produkten ganz besonders. Beispielsweise bei den Pampers-Windeln des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble. Diese waren in Deutschland bisher bis zu 40 Prozent günstiger als in der Schweiz: So kostete eine Windel der Sorte Pampers Baby-Dry in Grösse 4 bisher umgerechnet 31 Rappen (Kurs: 1.22). In der Schweiz sind es 43 Rappen pro Stück.

Doch nun hat Procter & Gamble in Deutschland die Pampers-Preise heimlich um bis zu zehn Prozent erhöht. Denn das Unternehmen hat bei gleichbleibenden Preisen die Füllmenge seiner Windelpackungen verringert. Dies berichtet die Verbraucherzentrale Hamburg. Ob das Unternehmen auch in der Schweiz an der Stückzahl pro Packung schrauben wird, ist noch offen. Eine Stellungnahme seitens Procter & Gamble steht noch aus.

Einkauf ennet der Grenze lohnt sich weiterhin

In Deutschland sind drei Pampers-Sorten betroffen: Pampers New Baby, Pampers Baby-Dry und Pampers Active Fit. Die Pampers Baby-Drys Grösse 4 beispielsweise sind neu für 33 statt bisher 31 Rappen pro Stück erhältlich. Trotzdem dürfte sich der Einkauf ennet der Grenze für Schweizer weiterhin lohnen: Immerhin kostet die Baby-Dry Grösse 4 in der Schweiz bei Migros und Coop mit 43 Rappen pro Stück trotz deutscher Preiserhöhung noch 10 Rappen oder 33,3 Prozent mehr als in Deutschland.

Für diese Berechnungen wurde die Mehrwertsteuer nicht berücksichtigt. Wer sich bei der Ausreise die Ausfuhrbescheinigung abstempeln lässt, erhält die bezahlte Mehrwertsteuer in vielen Geschäften in Grenznähe beim nächsten Besuch in bar zurück und spart so zusätzlich rund 20 Prozent.

Wer die Windeln für den Nachwuchs weiterhin in Deutschland kaufen will, sollte dies in den nächsten Tagen tun. Noch liegen in vielen Drogerien und Supermärkten die Pampers-Packungen mit alter und neuer Stückzahl zum gleichen Preis nebeneinander im Regal.

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