Zu sexistisch: Pams Werbespot verboten
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Zu sexistischPams Werbespot verboten

Dirty Girl Pamela Anderson macht sich in einem neuen Werbespot mit Hilfe von einer gefühlten Tonne Seife sauber. Die britische Werbeaufsicht schäumt vor Wut.

von
cat

Pamela Anderson erlebt gerade ihren zweiten Frühling. Und das mit 45 Jahren. In der brasilianischen «Vogue» liess sich die professionelle Badenixe in Reminiszenz an ihre «Baywatch»-Tage im knallroten Bikini ablichten. Für das Shooting gabs wohlwollende Kommentare für die Kanadierin. Sogar das Wort «geschmackvoll» soll gefallen sein.

Ihr Ausflug in die Welt der Beinahe-Seriösität war aber, man ahnt es, kürzer als Pams Röcke. Denn die Blondine hat mit einem neuen Werbespot die britische Werbeaufsichtsbehörde gegen sich aufgebracht. Für einen Domain-Anbieter «seift» sich Anderson bis in den letzten Winkel ihres Körpers ein. Wie es sich für ein echtes Luder gehört, bleiben die Augen geschlossen und der Mund weit offen.

Bei genauerem Hinsehen sieht die Seife auch gar nicht wie eine solche aus, sondern erinnert eher an gestockte Milch oder flüssiges Vanilleglacé. Falls der Zuschauer damit etwas Anrüchiges assoziiert, ist er selbst Schuld.

«Beleidigung an Zuschauer»

Oder doch nicht? Die Werbeaufsicht im Vereinigten Königreich hat den Spot für die Sendezeit vor 21:00 Uhr verboten. Erst wenn Minderjährige schlafend in ihren Betten vermutet werden, dürfen sich Pam und ihre brünette Mitstreiterin in Pose werfen. Der Spot sei «sexisisch und wahrscheinlich eine ernsthafte Beleidigung für einige Zuschauer» zitiert die englische Zeitung «The Sun» das Statement des Werbeverbands ASA.

Eigentlich hätte sich die ASA auch noch über die fehlende Originalität des Spots beklagen können. Der aufgetakelte Boss (Anderson) leitet ein Meeting - unter den wachsamen Augen ihres unscheinbaren, dicklichen Mitarbeiters. Als sich Pam bückt und den Blick auf ihren unzüchtigen Ausschnitt freigibt, geht die Fantasie mit dem Mitarbeiter durch. In seinem Tagtraum sieht er Pam und ihre Assistentin im goldenen Minibikini dabei zu, wie sie sich gegenseitig mit Kaffeemilch anspritzen und die Sosse artig auf ihrem Körper verreiben.

Gähn. Spätestens jetzt wären die Minderjährigen eh eingeschlafen.

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