«The Simpsons»: Panda-Arbeit und Kinder-Schinder
Aktualisiert

«The Simpsons»Panda-Arbeit und Kinder-Schinder

Die Macher der «Simpsons» haben den berühmten Briten Banksy gebeten, den neusten Vorspann der Serie zu gestalten. Der Künstler thematisierte als Dank, wie Südkoreaner für die Comics schuften müssen.

von
phi

Mit einem ungewöhnlichen, düsteren Vorspann zur Trickfilmserie «Die Simpsons» hat der Graffiti-Künstler Banksy die Amerikaner verstört. Der Brite, der um sich selbst gern ein Geheimnis macht, hatte den Vorspann zur neuesten Folge gestaltet. Statt des launigen «Couchgags» - die gelbe Familie versammelt sich zum Fernsehen auf dem Sofa - bekamen die Zuschauer der seit mehr als 20 Jahre laufenden Serie düstere Aufnahmen von asiatischen Tagelöhnern zu sehen.

In der schattig-grau gehaltenen Sequenz malen Asiaten unter Bewachung «Simpsons»-Bilder. Ein kleiner Junge tunkt sie ins hochgiftige Vexierbad. Überall stehen Gefahrgut-Fässer und um sie herum Skelette. Zur Füllung von Simpsons-Figuren werden kleine Kätzchen geschreddert, die Zunge eines abgehackten Delfinkopfes dient zum Zukleben der Pakete, ein abgemagertes Einhorn dient als Locher für die DVDs. Banksy wurde zu dem Vorspann inspiriert durch Berichte, wonach die Filme auch in Korea gezeichnet werden. Die für ihre Selbstironie bekannten «Simpsons»-Macher nahmen es gelassen: «Das hat man davon, wenn man outsourced», sagte Produzent Al Jean.

(phi/sda)

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