China: Pandas leiden unter Erdbeben-Folgen

Aktualisiert

ChinaPandas leiden unter Erdbeben-Folgen

Das Erdbeben 2008 in China hat auch in der Tierwelt Schlimmes angerichtet: In einem Naturschutzgebiet im Südwesten Chinas ist das Überleben einer Panda-Population in Gefahr.

Bei dem verheerenden Erdbeben im vergangenen Jahr wurde etwa ein Viertel ihres Lebensraumes in den südlichen Ming-Bergen zerstört, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie hervorgeht. Die intakt gebliebenen Flächen sind zerstückelt. Diese Isolation könne zu Inzucht und damit zum Aussterben der Population führen.

Der Grosse Panda steht seit vielen Jahren auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Nur noch schätzungsweise 1600 Tiere leben in freier Wildbahn, überwiegend in der chinesischen Provinz Sichuan, die bei dem Erdbeben am 12. Mai 2008 verwüstet wurde.

Von den Panda-Lebensräumen seien die Min-Berge am schwersten getroffen worden, erklärte Xu Weihua, der Hauptautor der Studie, die im Fachmagazin «Frontiers in Ecology and the Environment» veröffentlicht wurde. Die Experten forderten die Schaffung von Korridoren, um die Lebensräume der Pandabären wieder miteinander zu verbinden. In den südlichen Min-Bergen leben einer Zählung aus dem Jahr 2001 zufolge etwa 35 Pandas. (dapd)

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