Fussball: Panik im Stadion: 22 Todesopfer

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FussballPanik im Stadion: 22 Todesopfer

Das WM-Qualifikationsspiel zwischen der Elfenbeinküste und Malawi in Abidjan (5:0) wurde von einem tragischen Zwischenfall überschattet.

Im mit 50 000 Zuschauern gefüllten Houphouët-Boigny-Stadion brach in einem Sektor Panik aus, nachdem eine Mauer eingestürzt war. Laut den Behörden starben 19 Menschen. 132 wurden verletzt. Offiziell hat die Arena nur Platz für 35 000 Menschen.

Die Serie der Tragödien bei Fussballspielen auf dem Schwarzen Kontinent reisst ein Jahr vor der Weltmeisterschaft in Südafrika nicht ab. Erst am 10. Februar waren in Kumasi (Ghana) vier Menschen ums Leben gekommen. Sie erstickten beim Schlagerspiel zwischen Asante Kotoko und Hearts of Oak im völlig überfüllten Baba-Yara-Stadion. Offiziellen Angaben zufolge hatten die Behörden über 60 000 statt der lediglich zugelassenen 44 000 Zuschauer in die Arena gelassen.

Mitte September 2008 waren im Kongo 13 Tote und 54 Verletzte die Folge von Ausschreitungen bei einem Spiel in Butembo, einer Stadt im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Die Massenpanik sei ausgelöst worden, als der Torhüter des zurückliegenden Klubs Nyuki versuchte, das Spiel durch Hexerei zu drehen, berichtete das von den Vereinten Nationen unterstützte Radio Okapi.

Drei Monate zuvor waren Anfang Juni neun Menschen beim Qualifikationsspiel zur Fussball-WM zwischen Liberia und Gambia (1:1) ums Leben gekommen. Die Zuschauer wurden dreieinhalb Stunden vor Spielbeginn an Zäunen zerquetscht oder zu Tode getrampelt, nachdem UN-Soldaten und die Polizei das völlig überfüllte Stadion in Monrovia aus Sicherheitsgründen geschlossen hatten.

(SI/AP)

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