Aktualisiert 29.09.2009 10:55

Flut in Südostasien

Panik in Vietnam wegen Ketsana

Der verheerende Tropensturm «Ketsana» setzt seine Spur der Verwüstung in Vietnam fort: Nach dem Auftreffen des Taifuns sind in dem südostasiatischen Land mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen.

Aus sechs Provinzen meldete der Katastrophenschutz Opfer, darunter in der zentralen Region Quang Nam, wo der Wirbelsturm am Nachmittag (Ortszeit) mit Windegeschwindigkeiten von bis zu 144 Stundenkilometern auf Land getroffen war. Die Behörden hatten unmittelbar zuvor zuvor 170.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Der Sturm zog am Dienstag weiter in Richtung Laos.

Die Zahl der Opfer auf den Philippinen stieg unterdessen auf 240. Mehrere Dutzend Menschen galten immer noch als vermisst. Wegen der schweren Überschwemmungen standen fast 1,9 Millionen Häuser unter Wasser, wie der Katastrophenschutz in Manila mitteilte. Rund 380.000 Menschen mussten in Schulen, Kirchen und anderen Notunterkünften Zuflucht suchen.

Die Regierung hat nach den schlimmsten Überflutungen seit vier Jahrzehnten um internationale Hilfe gebeten. Rund 12.400 Menschen wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums gerettet. Zwei weitere Stürme, die sich bereits über dem Pazifik zusammenbrauen, könnten die Rettungsbemühungen erschweren. Der eine dürfte nach Einschätzung von Meteorologen die Philippinen Ende der Woche treffen, der zweite Anfang kommender Woche.

(dapd)

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