«Homerun»-Experte Wood: «Panik macht alles schlimmer»
Aktualisiert

«Homerun»-Experte Wood«Panik macht alles schlimmer»

Die Überlebens-Show «Homerun» wird kein Feriencamp. Survival-Experte Andrew Wood sorgt dafür, dass die Kandidaten das Abenteuer überstehen. Er weiss: «Namibia ist kein Safari-Park.»

von
Isabelle Riederer

20 Minuten Online: Herr Wood, bei der Survival-Show «Homerun» stehen Sie den Kandidaten als Experte zur Seite. Welche Gefahren lauern in Namibia?

Andrew Wood:Namibia ist kein Safari-Park. Besonders das Wetter ist tückisch, tagsüber wird es sehr heiss und nachts extrem kalt. Zudem gibt es Löwen, Elefanten und vor allem viele giftige Schlangen und Skorpione.

Wie wird man Survival-Experte?

Experte ist das falsche Wort. Ich bin mehr ein Interessierter. Experten sind Einheimische, die wirklich alles kennen. Ich hatte schon als kleiner Junge ein grosses Interesse an der Natur. Ich war lange im Militär und so hat sich das entwickelt.

Sind Sie noch nervös, wenn Sie ein neues Abenteuer beginnen?

Oh ja, jedes Mal. Das liegt vor allem auch daran, weil man nie weiss, was einen erwartet. Die Natur kann man nicht einschätzen.

Waren Sie schon einmal so richtig in Gefahr?

Zum Glück nicht. Bei jedem Abenteuer mit einer TV-Crew oder mit Kandidaten sind wir immer sehr vorsichtig. Wir versuchen alles, was möglich ist, um grössere Risiken zu vermeiden. Man kann nicht alles kontrollieren, aber das, was man kann, das hilft schon viel. Natürlich gab es auch schon Situationen, die etwas haarig wurden. Wenn man zum Beispiel über Klippen klettert oder so. Aber wirklich in Gefahr war weder ich, noch jemals ein Teil meiner Crew.

Trailer zur Sendung «Homerun» auf Sat.1

Wie überlebt man in Namibia?

Zu dieser Jahreszeit ist es in Namibia sehr heiss. An oberster Stelle steht deshalb, sich vor der Hitze und vor Dehydrierung zu schützen. Wasser ist kostbar und selten. Deshalb ist die Suche nach Wasser überlebenswichtig.

Können sich die Kandidaten irgendwie auf dieses Abenteuer vorbereiten?

Ganz wichtig ist, dass sie körperlich fit sind. Zudem sollten sie offen sein für alles, was auf sie zukommt und es natürlich geniessen.

Was erwarten Sie als Survival-Experte von der Sendung?

Ich denke, dass die Produktion für alle, auch für mich, eine grosse Herausforderung wird. Die Natur ist unberechenbar, man weiss nie, was einen erwartet. Das wird kein Spaziergang.

Gibt es eine Basis-Überlebensstrategie?

Wenn man in eine Situation kommt, in der man überleben muss, sollte man in erster Linie ruhig bleiben. Panik macht alles schlimmer. Dann sollte man in Ruhe die Situation analysieren, ein Ziel festlegen und versuchen, dieses zu erreichen.

Diese Tipps könnte man eigentlich auch im Alltag anwenden, oder?

Natürlich. Jeder Tag, egal, ob man in Afrika lebt oder in Europa, ist ein Tag, an dem es um das Überleben geht. Zuhause gehen sie arbeiten, verdienen Geld und können sich was zu

essen kaufen. In Afrika geht es auch darum, Nahrung zu finden. Ein Problem zu lösen, hat immer die gleiche Struktur.

In Namibia stehen Ihnen drei Survival-Experten zur Seite, einer kommt aus der Schweiz...

Ja, genau. Mit zwei Kollegen habe ich schon zusammengearbeitet. Den Schweizer Roman habe ich bis jetzt leider noch nicht getroffen, aber er ist sehr gut informiert und hat ein grosses Wissen.

Homerun startet am 12. Oktober um 19.00 Uhr auf Sat.1 Schweiz

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