Panik nach schwerem Erdbeben in Mosambik
Aktualisiert

Panik nach schwerem Erdbeben in Mosambik

Ein sehr schweres Erdbeben der Stärke 7,5 hat am frühen Morgen den südostafrikanischen Staat Mosambik erschüttert und die Bewohner in Angst und Schrecken versetzt. In der grössten Hafenstadt Beira stürzte ein Gebäude ein.

In Beira und in der Hauptstadt Maputo rannten die Menschen in Panik auf die Strassen. Berichte über Verletzte lagen zunächst aber nicht vor.

Das Epizentrum lag nach Angaben von US-Geologen, die das Beben registriert hatten, rund 200 Kilometer südwestlich von Beira an der Küste zum Indischen Ozean. Das Beben war bis in Südafrika und Simbabwe zu spüren.

Südafrikanische Touristen in Beira erklärte, sie hätten nun Angst vor einem Tsunami. Eine Hotelmanagerin berichtete: «Alles schaukelte, man fühlte sich wie auf einem Boot.» Vielerorts verbrachten die Menschen die Nacht aus Angst vor weiteren Erdstössen im Freien.

Kein Tsunami erwartet

Ein Zeitungsredakteur in der mosambikanischen Hauptstadt Maputo berichtete, er habe das Beben im elften Stock eines Mietshauses erlebt. «Es hat ganz schön gewackelt, wir konnten es sehr stark spüren», sagte Fernando Velosa einem portugiesischen Rundfunksender. Mosambik war früher eine portugiesische Kolonie.

Das US-Erdbebeninformationszentrum in Colorado, das seismische Störungen in der ganzen Welt beobachtet, berichtete von mindestens fünf unmittelbaren Nachbeben. Das US-Tsunami-Warnzentrum erklärte, das Erdbeben habe sich zu weit im Landesinneren des südafrikanischen Staates ereignet, um eine Flutwelle im Indischen Ozean auszulösen. Der Erdstoss ereignete sich in einer seismisch sehr aktiven Zone der Erde, am südlichen Ende des ostafrikanischen Grabensystems. Das stärkste Beben in den vergangenen hundert Jahren in dieser Region hatte nach Angaben des US-Erdbebeninformationszentrums eine Stärke von 7,6.

(Quelle: AP/SDA)

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