Münchner Schlägerprozess: Panne beim Münchner Schlägerprozess
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Münchner SchlägerprozessPanne beim Münchner Schlägerprozess

Zwei Polizisten, die bei der Schlägerei von drei Schweizern im Münchner Nussbaumpark im Einsatz waren, sollten als Zeugen vor Gericht aussagen, doch sie erschienen nicht.

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whr

Nach der Zeugenbefragung von zwei Mitschülern der Schläger von München letzte Woche in Zürich, wurde der Prozess gegen die drei Schweizer am Mittwoch in München fortgesetzt. Neben anderen Zeugen sollten auch zwei Polizisten, die bei der Schlägerei im Einsatz waren, befragt werden. Die beiden erschienen jedoch nicht vor Gericht, das sie aus unbekannten Gründen keine Vorladung erhalten haben, wie die Justizpressestelle des Oberlandesgerichts München mitteilt.

Eine weitere Zeugenbefragung des Vernehmungsbeamten des Angeklagten Alex D. wurde auf Antrag der Verteidigung unterbrochen und auf den 28. Juli verschoben. Es verstosse gegen das Jugendgerichtsgesetz, diese Aussagen des Vernehmungsbeamten im Prozess zu verwerten, monierte der Verteidiger. Weil deshalb nicht mit der Zeugenbefragung zu rechnen gewesen sei, habe er sich darauf auch nicht vorbereiten können.

Zürcher Protokoll verlesen

Am Mittwoch hat das Gericht das Vernehmungsprotokoll aus Zürich verlesen, schreibt die Justizpressestelle weiter. Am 16. Juni waren zwei frühere Mitschüler der drei Angeklagten im Auftrag der 1. Jugendkammer des Landgerichts München I von der Zürcher Jugendanwaltschaft als Zeugen befragt worden.

Sie waren dabei gewesen, als die drei Angeklagten im Juni 2009 in der Münchner Innenstadt innert wenigen Minmuten fünf wildfremde Menschen brutal zusammenschlugen und teilweise lebensgefährlich verletzten. Das Trio ist des gemeinschaftlich versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung angeklagt. Im Falle eines Schuldspruchs drohen ihnen bis zu zehn Jahre Freizheitsentzug.

Der am 8. März begonnene Prozess ist am Mittwoch zum wiederholten Mal verlängert worden. Der nächste Verhandlungstag ist auf den 12. Juli anberaumt. Weitere Termine folgen am 28. und 30. Juli sowie am 6. August.

(whr/sda)

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