Swisscom 444: Pannenserie geht weiter
Aktualisiert

Swisscom 444Pannenserie geht weiter

Die Swisscom scheint momentan unter einem schlechten Stern zu stehen: Leser von 20 Minuten Online beschweren sich, dass seit Tagen die Rechnungsdetails nicht mehr per SMS abgefragt werden können.

von
Manuel Bühlmann
Swisscom-Kunden mit Natel-Abonnement stehen zurzeit die Gesprächsdaten im Kundencenter bzw. die Abfrage via SMS 444 sowie via Hotline nicht zur Verfügung.

Swisscom-Kunden mit Natel-Abonnement stehen zurzeit die Gesprächsdaten im Kundencenter bzw. die Abfrage via SMS 444 sowie via Hotline nicht zur Verfügung.

«Ich kann bei der Swisscom meinen Status unter 444 nicht mehr abfragen. Dadurch fühl ich mich unsicher und es regt mich auf. Die ganze Zeit heisst es, das Problem werde in den nächsten Tagen behoben, doch bis jetzt ist nichts geschehen. Wo bleibt hier die Information?» - gegen die 20 E-Mails dieser Art sind in den letzten Tagen auf der Redaktion eingetroffen. Swisscom-Natel-Kunden können, bzw. konnten, sich mit einer SMS (Keyword: Rechnung) an die Nummer 444 über den aktuellen Rechnungsstand informieren. Laut Swisscom-Pressesprecher Olaf Schulze nutzt monatlich eine tiefe sechsstellige Zahl der Kunden diese Möglichkeit, um die persönlichen Gesprächsdaten abzufragen.

Seit dem 2. November funktioniert der Service jedoch nicht mehr. Wer eine SMS an die 444 schickt erhält zur Antwort: «Die Rechnungsanfrage steh, bzw. konnten t während der nächsten Tag weder via SMS noch über die Hotline zur Verfügung. Wir arbeiten an der Lösung des Problems. Wir bitten um Entschuldigung. Ihre Swisscom».

Update brachte die Probleme

Betroffen ist auch die Abfrage im Online-Kundencenter und an der Hotline. Wann der Fehler wieder behoben werden kann, ist noch unklar: «Aufgrund eines Softwarefehlers ist die Verbindung zwischen den Systemen, die Swisscom zur Darstellung der Rechnungsdetails im Kundencenter nutzt und der Datenbank, die die relevanten Daten enthält, unterbrochen. Dabei handelt es sich um einen Programmierfehler, der bei einem vom Hersteller gelieferten Firmware-Upgrade auf das System gebracht wurde. Derzeit lässt sich nicht sagen, wann die betreffenden Dienste wieder vollumfänglich zur Verfügung stehen», erklärt Schulze gegenüber von 20 Minuten Online.

Auf die Frage, ob denn die betroffenen Kunden mit einer Entschädigung rechnen können, sagt der Pressesprecher: «Wir konzentrieren uns darauf, die Störung zu beheben. Wir nehmen die Kundenanliegen sehr ernst, und werden so kundenfreundlich wie möglich vorgehen. Details dazu werden wir zu gegebenem Zeitpunkt kommunizieren, aktuell können wir leider keine genauere Aussage machen.»

Swisscom hat an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen

Die Swisscom hatte in jüngster Zeit gleich mit mehreren Pannen zu kämpfen. Gestern wurde bekannt, dass zahlreiche Webseiten von Kantonen, Städten, Unternehmen und Privaten, die auf Swisscom-Servern gespeichert sind, nicht mehr richtig funktioniert hatten. Die Seiten hätten zwar von den Internetnutzern abgerufen werden können, aber es sei nicht möglich gewesen, die Inhalte zu ändern. Dafür verantwortlich sind Hackerangriffe, die eine Sicherheitslücke ausgenützt hatten. Mittels eines Updates konnte das Leck gestopft werden.

Und erst vergangene Woche kam es zu einer technischen Panne im Swisscom-Netz, von der die ganze Schweiz betroffen war. Am 9. November konnten Swisscom-Kunden deshalb zwischen zirka 7:30 und 17:45 Uhr nicht mehr auf das mobile Internet zugreifen. Als Wiedergutmachung will die Swisscom den Betroffenen Ende November zehn Franken auf der Abrechnung gutschreiben.

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