Aktualisiert

Papa & Batailley.

Da meinem Gatten zum Médoc nichts anderes als der Marathon in den Sinn kam und ich immer gerne Inputs von anderen Leuten habe, fragte ich meinen Vater.

Er sagte „Essen, natürlich. Freilich, die kochen schon ganz gut. Aber, mein Mädel, Weine aus dem Médoc machen jede Speise besser. Oder wenn der Koch selbst zu viel Wein intus hatte und das Essen nicht schmeckt, so schmeckt der Wein doch meistens und das Gericht lässt sich gut runterspülen."

Ich kochte an dem Abend für meinen Vater. Da ich ihm vorgängig sagte, dass ich mit ihm über das Médoc plaudern möchte, brachte er passenderweise eine Flasche 2011 Château Batailley mit. Eine Magnum. Und nach jedem Bissen trank er einen Schluck. Nicht sehr subtil.

Mein liebevoll gekochtes Essen wurde mit einem purpurnen Rebensaft heruntergespült. Ich war nicht lange beleidigt sondern genoss einfach das reife und pflaumige, eigentlich unbeschreibliche, cremig feine Tröpfchen.

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