Aktualisiert 05.04.2007 11:50

Papst beginnt das Osterfest

Zum Auftakt der Osterfeierlichkeiten hat es Petrus gut mit dem Vatikan gemeint: Bei sonnigem Wetter und frühlingshaften Temperaturen zelebrierte Papst Benedikt XVI. im voll besetzten Petersdom eine erste Messe.

Dabei wurden traditionell die heiligen Öle für Taufen und Firmung geweiht. Draussen, vor der mächtigen Basilika und rund um die Vatikan-Mauern, tummelten sich zahlreiche Touristen - wie jedes Jahr zur Osterzeit.

Allein am Wochenende sollen es rund 600 000 werden. Da reiben sich die Hotelbesitzer die Hände: «Volles Haus» heisst es in Rom allerorts, im Stadtzentrum noch ein bezahlbares Zimmer zu ergattern, scheint fast unmöglich. Selbst die 5-Sterne-Nobelholtels haben um die Osterzeit keine Probleme, ihre Suiten zu vermieten.

Gedrängtes Programm

Für den Heiligen Vater herrschen vom Gründonnerstag bis zum Ostersonntag wahre «Grosskampftage». Und gleich mehrmals muss er dabei Nachtschichten einlegen.

Ein erster Höhepunkt ist am Donnerstagabend die traditionelle Fusswaschung - als Geste der christlichen Demut und Barmherzigkeit. Das Kirchenoberhaupt wird zwölf Männern (stellvertretend für die zwölf Jünger) die Füsse reinigen und damit an die Fusswaschung des Religionsstifters Jesus Christus vor nunmehr 2000 Jahren erinnern.

Der wohl bewegendste Termin ist die «Via Crucis» - der Kreuzweg. Vor der herrlichen Kulisse des Kolosseums werden dabei am Karfreitag wieder Zehntausende die religiöse Prozession im Schein von Fackeln verfolgen.

«Urbi et Orbi»

Kaum 24 Stunden später zelebriert Benedikt ab zehn Uhr abends die österliche Nachtwache im Petersdom. Das Osterlicht wird entzündet, das Gotteshaus wird immer heller - ein besonders stimmungsvoller Augenblick.

Und schliesslich steht am Sonntag der Segen «Urbi et Orbi» auf dem Programm, bei dem der Kirchenführer wieder Ostergrüsse in alle Welt sendet. Petrus soll es auch dabei gut mit Rom und dem Vatikan meinen - sagen zumindest die italienischen Meteorologen. (sda)

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