Papst feiert 500 Jahre Jubiläum der Schweizergarde
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Papst feiert 500 Jahre Jubiläum der Schweizergarde

Im voll besetzten Petersdom hat Papst Benedikt XVI. die Schweizergarde mit einer Messe geehrt. Er rief die kleinste Armee der Welt auf, mit «Mut und Treue» in die Zukunft zu blicken.

«Ich möchte mich hier zum Sprecher aller Päpste machen, denen Euer Korps im Laufe der Jahrhunderte treu gedient hat, und ich möchte Euch einen verdienten und tief gefühlten Dank ausdrücken», sagte der Papst während seiner Predigt im Petersdom.

Die Schweizergarde zeige, dass es auch heute noch möglich sei, ein «ideales Leben» nach dem Beispiel des Heiligen Paulus zu leben, das Weisheit und die Suche nach Frieden verbinde, sagte Benedikt. Er wünsche sich, dass die Gardisten «wahre Freunde Gottes» werden, die in «Liebe und Frieden» lebten.

Mit Bundespräsident Leuenberger

Zu der Zeremonie vom Samstag waren zahlreiche Veteranen und junge Gardisten in ihren bunten Uniformen in die voll besetzte Basilika gekommen. Aus der Schweiz angereist waren auch der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Amédée Grab, die drei Schweizer Kardinäle sowie Bundespräsident Moritz Leuenberger und Armeechef Christophe Keckeis.

Chöre und Orchester aus Zürich, Luzern und Freiburg umrahmten die Messe feierlich. Dabei wurden Teile der Krönungsmesse und andere Werke von Wolfgang Amadeus Mozart aufgeführt. Dabei handelte es sich um ein Geschenk der Schweiz an den Papst, hiess es in einem Communiqué des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation.

Vereidigung

Im Anschluss an die Messe soll der Bundespräsident vom Papst zu einer Privataudienz empfangen werden. Zum Abschluss der Jubiläums- Feierlichkeiten folgt in Anwesenheit des Bundespräsidenten wie jedes Jahr am 6. Mai die Vereidigung von 33 neuen Gardisten.

An diesem Tag gedenkt die Schweizergarde ihres schlimmsten Moments, des «Sacco di Roma», als nämlich genau an diesem Tag im Jahr 1527 mehr als drei Viertel der Gardisten während der Plünderung Roms durch Truppen von Kaiser Karl V. ums Leben kamen - beim Versuch, Papst Clemens VII. (Medici) zu schützen.

Die Messe und die feierliche Vereidigung am Nachmittag stellen den Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten dar, die bereits im Januar begonnen hatten. Die ersten Schweizergardisten waren 1506 auf Wunsch von Papst Julius II. nach Rom gekommen. (sda)

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