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EnzyklikaPapst fordert «echte politische Weltautorität»

Papst-Appell vor dem G8-Gipfel: Benedikt XVI. hat eine «echte politische Weltautorität» zur Krisenbewältigung gefordert. Zugleich pocht er auf ein Wirtschaften, das sich an ethischen Zielen und am Gemeinwohl aller Menschen ausrichtet.

In seiner am Dienstag in Rom veröffentlichten ersten Sozialenzyklika «Caritas in veritate» (Die Liebe in der Wahrheit) plädiert das Oberhaupt der Katholiken für eine «ganzheitliche Entwicklung aller Völker». Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise wie auch die Globalisierung sollten als Chance genutzt werden, eine Welt in Gerechtigkeit und Solidarität zu bauen.

Die Enzyklika kam einen Tag vor dem Beginn des G8-Gipfels der sieben führenden Industriestaaten und Russlands heraus, der sich mit der Wirtschaftskrise, mit dem verschärften Hunger in der Welt und den Klimazielen im Kampf gegen die Erderwärmung befasst.

Enzyklika wegen Krise aktualisiert

Benedikt hatte seine insgesamt dritte Enzyklika mehrfach verschoben, um sie, beraten von Wirtschaftsexperten, in der Weltwirtschaftskrise zu aktualisieren und dann mit führenden Staatenlenkern diskutieren zu können.

Die bereits von seinem Vorgänger Johannes Paul II. angeregte, über die UN hinausgehende «Weltautorität» ist nach Benedikts Worten nötig, «um die Weltwirtschaft zu steuern, die von der Krise betroffenen Wirtschaften zu sanieren, eine Verschlimmerung der Krisen und sich daraus ergebenden Ungleichgewichten vorzubeugen».

Ausserdem gehe es darum, «eine geeignete vollständige Abrüstung zu verwirklichen, die Sicherheit und den Frieden zu nähren, den Umweltschutz zu gewährleisten und die Migrationsströme zu regulieren.»

(sda)

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