Merkel wie Berlusconi: «Pardon, mein Handy klingelt...»
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Merkel wie Berlusconi«Pardon, mein Handy klingelt...»

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sorgte für Lacher, als während ihres Referats vor den Arbeitgeberverbänden ihr Telefon klingelte. Wer wohl dran war?

von
bee

Eigentlich müsste es Bundeskanzlerin Angela Merkel ja besser wissen. Beim NATO-Gipfel im April 2009 brüskierte sie der damalige italienische Ministerpräsident Sivlio Berslusconi. Er verpasste seinen Auftritt für das «Familienfoto» der Staats- und Regierungschefs auf der Rheinbrücke zwischen Kehl und Strassburg, weil er minutenlang am Handy telefonierte. Und so Gastgeberin Merkel einfach links liegen liess.

Und nun dies: Merkel ist am Dienstag mitten in ihrem Vortrag vor vielen hundert Zuhörern der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, als plötzlich ihr Handy fiept. «Pardon, mein Handy klingelt», sagt sie überrascht und kramt es auch schon aus ihrer Hosentasche.

Das Publikum reagiert amüsiert, als die Bundeskanzlerin ihre Rede über die Bewältigung der Schuldenkrise und die Rettung der Gemeinschaftswährung in Europa unterbrechen muss, um den Klingelton auf stumm zu schalten. «Heute habe ich nicht die Nerven, aber machmal schaff ich es, dass ich sozusagen ‹double track› mache», entschuldigt sich die deutsche Bundeskanzlerin souverän.

Mit «double track» meint sie wohl so was wie «multi tasking», also dass sie ihre Aufmerksamkeit gleichzeitig auf mehere Dinge richten kann. Was bei einem politischen Tausendsassa wie Merkel natürlich von Vorteil wäre, schliesslich muss sie ja auf dem internationalen Politparkett ständig überall verfügbar sein. Doch gleichzeitig zu telefonieren und zu referieren ist selbst für einen Redeprofi wie Angela Merkel eine zu grosse Herausforderung.

Am Rande eines Nato-Gipfels muss Angela Merkel auf den telefonierenden italienischen Ex-Ministerpräsidenten Silivio Berlusconi warten.

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