Paris droht dem Iran
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Paris droht dem Iran

Im Streit über das iranische Atomprogramm hat die französische Regierung eine harte Linie im UN-Sicherheitsrat angekündigt, wenn Teheran die Forderungen der internationalen Gemeinschaft nicht erfülle.

In dem Fall werde das UN-Gremium seiner Verantwortung gerecht werden und die «notwendigen Massnahmen» ergreifen, erklärte Aussenminister Philippe Douste-Blazy am Donnerstag im RTL-Radio. Frankreich sei sehr beunruhigt über die Äusserungen Teherans über Erfolge beim Ausbau des Atomprogramms, die den Forderungen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA und des Weltsicherheitsrats diametral entgegenliefen. Keine zivile Nutzung der Kernenergie rechtfertige die Urananreicherung, sagte der Aussenminister.

Iran hält an Urananreicherung fest

Der Iran wird nach den Worten von Präsident Mahmud Ahmadinedschad trotz aller internationalen Bemühungen um eine Lösung des Atomstreits weiter an der Urananreicherung festhalten. Die Welt müsse den Iran als Atommacht behandeln, erklärte Ahmadinedschad am Donnerstag laut der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA. Der Staatschef hatte am Dienstag mitgeteilt, iranische Wissenschaftler hätten erstmals erfolgreich Uran für die Herstellung von Kernbrennstoff angereichert. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), ElBaradei, traf am Mittwochabend in Teheran ein. Er will in den kommenden Tagen mit Regierungsvertretern zusammentreffen, um über das umstrittene Nuklearprogramm des Landes zu beraten.

(dapd)

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