Paris feiert in Wien
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Paris feiert in Wien

Schlagzeilenträchtige Besucher auf dem traditionellen Wiener Opernball: Dazu gehörten der Wiener Baulöwe Richard Lugner und sein blonder Stargast Paris Hilton. Doch beim Österreich-Besuch der Partynudel ging einiges schief.

Bis zu 6000 zahlende Gäste fanden sich zum rauschenden Walzerfest ein, das live in alle Welt übertragen wurde. Im Mittelpunkt stand wieder einmal die russisch-österreichische Sopranistin Anna Netrebko, die zum Auftakt des Balles im Prachtbau am Wiener Opernring drei Arien aus Jules Massenets «Manon» sang.

Bildstrecke: Paris am Opernball

US-Partygirl und Hotelerbin Paris Hilton, die der Wiener Bauunternehmer und Ex-Präsidentschaftskandidat Richard Lugner (74) als Luxus-Begleiterin in seine 16 000 Euro (rund 26 000 Franken) teure Loge eingeladen hatte, kam mit ihren Eltern zu dem berühmtesten Ball der Welt.

Um ein Haar allerdings hätte sie den Tanzabend verpasst. Bei ihrer Zwischenlandung in München stellten Zöllner fest, dass der Reisepass der jungen Dame abgelaufen war. Erst auf Intervention einer Diplomatin der US-Botschaft in Wien, die für Paris Hilton bürgte, konnte die Blondine an die Donau weiterreisen.

Doch in Wien waren offenbar nicht alle glücklich über den Auftritt des Partygirls. Denn nur Stunden später kam es erneut zu einem Schockmoment für Hilton. An einem Promo-Auftritt im Einkaufszentrum ihres Gastgebers erlebte die Millionenerbin den blanken Hass des Publikums: Statt eines freundlichen Empfangs flogen bei einer Autogrammstunde im Wiener Einkaufshaus «Lugner City» Lippenstifte und Dosen auf die Millionenerbin.

Kommunisten besiegen Kapitalismus

Laut einem Bericht von «krone.at» brach das Management den Promo-Auftritt sofort ab. Bodyguards eskortierten Paris Hilton nach draussen und brachten sie in Sicherheit. Laut der Kronenzeitung waren die Urheber der Hasswelle Exponenten der Wiener Kommunistischen Jugend. Diese warfen von einer Empore aus zusammengeknüllte Flugblätter auf Hilton. Offenbar habe das Beispiel Schule gemacht, bis Hilton schliesslich von handfesten Gegenständen getroffen wurde.

Hunderte Paris-Fans belagern Wien

Die Folge waren enttäuschte Autogrammjäger und Hilton-Fans. Diese hatten zuvor stundenlang angestanden, um im völlig verstopften Kaufhaus einen Blick von der Millionenerbin zu erhaschen. Mädchen kreischten, die Junges boten sich laut der Krone lautstark als Erzeuger von Hilton-Nachwuchs an. Ein Autogrammjäger sagte: «So schlimm war es noch nie. Pamela Anderson war ein Witz dagegen.»

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