Covid-Zahlen wie im November: Paris prüft harten Kurz-Lockdown – Italien verschärft Corona-Regeln
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Covid-Zahlen wie im NovemberParis prüft harten Kurz-Lockdown – Italien verschärft Corona-Regeln

In Frankreich sind Mediziner wegen steigender Corona-Zahlen höchst besorgt. Nizza und Dunkerque befinden sich im Wochenend-Lockdown. Ab Montag machen auch italienische Regionen zu.

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Polizisten kontrollieren am 27. Februar ein Ausgeh-Formular in der Nähe von Dünkirchen.

Polizisten kontrollieren am 27. Februar ein Ausgeh-Formular in der Nähe von Dünkirchen.

AFP
Dünkirchen und Nizza (Bild) sind im Wochenend-Lockdown.

Dünkirchen und Nizza (Bild) sind im Wochenend-Lockdown.

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Die «Promenade des anglais» in Nizza ist gesperrt.

Die «Promenade des anglais» in Nizza ist gesperrt.

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Darum gehts

  • In Frankreich sind die Corona-Zahlen wieder auf dem Niveau von November.

  • Mehrere Regionen in Frankreich haben den Wochenend-Lockdown eingeführt.

  • Paris überlegt sich einen kurzen, harten Lockdown.

  • In Italien gilt ab Montag in zwei Regionen ein Lockdown.

«Ich verstehe nicht, worauf wir warten», sagt Philippe Juvin, Leiter der Notfallabteilung des Georges-Pompidou-Spitals in Paris. «Für jeden Tag ohne Entscheidung ist ein hoher Preis zu zahlen.» Landesweit werden aktuell täglich über 20’000 Neuinfektionen gezählt, am Freitag waren es über 25’000. Damit ist das Niveau von November erreicht.

In Frankreich sind Schulen und Läden geöffnet, die Regierung setzte bisher auf massenhaft Tests als wichtigstes Mittel gegen das Virus. Jetzt steigt die Sorge vor einer dritten Welle. Seit diesem Wochenende gilt in besonders heftig von der Corona-Epidemie betroffenen Regionen in Frankreich ein Wochenend-Lockdown, etwa in Nizza und Dünkirchen. Alle Läden ausser Supermärkte und Apotheken haben geschlossen.

Die Menschen dürfen nur noch mit triftigem Grund vor die Tür. Dazu zählen Sport, Spazieren im Umkreis von fünf Kilometern zur eigenen Wohnung oder Einkaufen. Wer seine Wohnung verlässt, muss ein entsprechendes Formular mit sich führen. In Nizza sind auch die Strände gesperrt.

Italien verschärft Regeln

Italien will ab Montag die Corona-Beschränkungen in einigen Teilen des Landes verschärfen. Für die süditalienischen Regionen Basilikata und Molise gilt dann ein Lockdown, in der Lombardei, Marchen und dem Piemont die mittel-strengen Regeln der Orangen Zone. Dazu unterzeichnete Gesundheitsminister Roberto Speranza eine Verordnung, wie sein Ministerium am Samstag in Rom mitteilte

Dem wöchentlichen Bericht zur Corona-Lage zufolge stieg der landesweite Inzidenzwert zuletzt auf 145 Fälle je 100 000 Einwohner im untersuchten Zeitraum vom 15. bis 21. Februar. Der sogenannte R-Wert blieb weiter bei 0,99. Experte Giovanni Rezza sprach von Infektionsherden an Schulen und brachte Schliessungen ins Spiel. Die Behörden verzeichneten bislang insgesamt mehr als 2,8 Millionen Corona-Infektionen und über 97 000 Tote mit dem Virus. (dpa)

Paris berät über harten Kurz-Lockdown

Ab 18.00 Uhr gilt landesweit eine Ausgangssperre. Dieses sogenannte Couvre-feu ist in Frankreich schon seit einigen Wochen in Kraft – Ausnahmen gelten etwa für den Arbeitsweg oder Gassigehen. Auch dies muss mit einem ausgefüllten Formular belegt werden.

Paris denkt nun über einen harten, kurzen Lockdown nach – mit der Aussicht, danach wieder Restaurants oder kulturelle Institutionen öffnen zu können. Die Stadt will am Wochenende mit Gesundheitsbehörden und Präfektur über mögliche Massnahmen beraten. Premierminister Jean Castex hatte am Donnerstag in 20 Départements eine erhöhte Corona-Warnstufe ausgerufen. Hier sollen die örtlichen Behörden über verschärfte Massnahmen nachdenken.

(DPA, hal)

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