Aktualisiert 21.11.2006 22:12

Pariser Feuerwehr greift Polizei an - 15 Verletzte

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen demonstrierenden Feuerwehrleuten und Polizisten in Paris sind 15 Polizeibeamte verletzt worden, zwei davon ernsthaft. Ein Polizeifahrzeug ging in Flammen auf.

Die Gewalt begann nach Angaben der Pariser Präfektur, als die Polizei die etwa 6000 Feuerwehrleute davon abhalten wollte, vom Bahnhof Austerlitz auf einer nicht genehmigten Route ins Stadtzentrum vorzustossen. 35 Feuerwehrleute wurden festgenommen.

Aufgebrachte «Pompiers» gingen daraufhin, Helme aufgezogen und in Einsatzuniform, mit Wurfgeschossen, Notsignalraketen und Knallkörpern gegen die Ordnungskräfte vor. Ein Polizist wurde durch Hammerschläge am Knie verletzt, ein zweiter am Kopf.

Die Ausschreitungen zogen sich bis in den Abend hin, als die Polizei vergebens versuchte, die Feuerwehrleute mit Wasserwerfern und Tränengas davon abzuhalten, die Ringautobahn zu blockieren. Etwa 30 Demonstranten gelang dies.

Manche Demonstranten waren laut Zeugen mit einem Bier oder Hochprozentigem in der Hand marschiert. Es war nicht die erste gewalttätige Demonstration von Feuerwehrleuten in Paris. Im Zentrum der Kundgebung standen Forderungen zu Gehältern und Renten.

(sda)

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