Elite-Model Hatt: Pariser mögens gross, Mailänder breit
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Elite-Model HattPariser mögens gross, Mailänder breit

Als erster Mann gewann Raphael Hatt 2014 den Elite-Model-Look. Ein Jahr später weiss das Model: Mailänder stehen auf Muckis.

von
Laszlo Schneider

<i>(Quelle: YouTube/<a href="https://www.youtube.com/watch?v=rX9jWhFVgeE" target="_blank">AnaLarinaCooper</a>)</i>

Für Raphael Hatt beginnt im Dezember 2014 eine neue Zeitrechnung. An der internationalen Ausscheidung in Shenzen (China) wird er unter die Top Five gewählt. «Dann kamen Paris, London und Mailand», erzählt er, «und plötzlich habe ich auch sehr viele Aufträge bekommen.» Und: «Es gab auch immer wieder die Möglichkeit, länger mit Designern zusammenzuarbeiten.»

«Viel alleine»

Das Modelbusiness ist kein Ponyhof – das merkte auch Hatt: «Es ist nicht immer alles schön und gut», gibt der 21-Jährige zu. Auch das Jet-Set-Leben hat seine Schattenseiten: «Man ist sehr viel alleine.» Wenn er zurück im Fürstentum ist, heisst es für Hatt: Kollegen treffen und Fussball spielen. Und auch unter den Models sind schon Freundschaften entstanden.

Auch Männer haben Vorgaben

Dass nur Frauen bestimmte Vorgaben erfüllen müssen, stimmt nicht: «Auch wir Männer haben gewisse Vorgaben, die wir erfüllen müssen, gerade was die Grösse angeht», erklärt der Liechtensteiner – und die können von Stadt zu Stadt verschieden sein: «Die Pariser Szene achtet schon darauf, dass du gross und dünn bist.» In Mailand seien dann aber eher muskulösere Models gefragt – «einen Magerwahn wie bei den Frauen habe ich persönlich aber noch nie miterlebt», sagt Hatt.

Und wie steht er zu einer Beziehung? «Es ist nun einmal so, dass man als Model von heute auf morgen irgendwo anders sein muss», erklärt Hatt, der aktuell Single ist. Darauf müsste sich eine potenzielle Freundin einstellen. «Und wenn das klappt, sehe ich persönlich kein grosses Problem», ist er sich sicher.

Enttäuschungen gehören dazu

Am kommenden Freitag wird am Elite Model Look in der Zürcher Maag-Halle Hatts Nachfolger gewählt – er selbst wird im Publikum sitzen. Und natürlich hat er für den Gewinner der diesjährigen Edition Tipps in petto: «Ich würde ihm raten, einfach so zu bleiben wie er ist. Man darf sich von dieser Szene nicht so beeindrucken lassen. Es kann gut sein, dass man mal einen Job nicht bekommt.» Es geht nie um Persönliches, sondern immer ums Business.

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