Aktualisiert

St.GallenParkour-Aktivisten sammeln für eigene Halle

Parkour ist beliebt in St.Gallen, die Szene hat regen Zulauf. Nun sammeln die Traceurs Geld für eine eigene Trainingshalle.

von
fej

Die Traceure aus St. Gallen im Video

«Es ist einfach die pure Freude», sagt Aurelius Hanak aus St. Gallen. Seit knapp vier Jahren betreibt er Parkour. Der 18-Jährige ist Gründungsmitglied des Vereins Parkour Family St. Gallen. Dreimal pro Woche springt und klettert er mit Freunden durch St. Gallen – am liebsten auf dem Roten Platz und im Boppartshof.

1 / 10
Parkour ist ein Trendsport.

Parkour ist ein Trendsport.

Elias Steiner/Parkour Luzern
Es geht darum, nur mit den Fähigkeiten des eigenen Körpers möglichst effizient von Punkt A zu Punkt B zu gelangen.

Es geht darum, nur mit den Fähigkeiten des eigenen Körpers möglichst effizient von Punkt A zu Punkt B zu gelangen.

Elias Steiner/Parkour Luzern
Hindernisse wie Mauern, Bänke und Geländer werden mit speziellen Techniken überwunden.

Hindernisse wie Mauern, Bänke und Geländer werden mit speziellen Techniken überwunden.

Elias Steiner/Parkour Luzern

Nun soll eine weitere Location hinzu kommen. Denn Kantischüler Hanak und seine Kollegen haben ein Ziel: «Wir sammeln Geld für eine eigene Parkour-Halle.» Da es kaum Wettkämpfe gibt, an denen es Preisgelder zu gewinnen gibt, muss sich der Verein etwas einfallen lassen. «Manchmal werden wir für Shows gebucht und erhalten ein wenig Geld dafür», sagt Hanak.

Hallentrainings in Wil

Zudem hoffen die Parkour-Aktivisten, dass ein Sponsor anbeisst – oder die öffentliche Hand Geld locker macht. In Dänemark etwa werde Parkour vom Staat gefördert und finanziert. Hanak: «Es gibt mehrere grosse Parkour-Plätze und Hallen, die speziell für unsere Sportart gebaut wurden. Wenn ich das alles hier hätte, würde ich vor Freude ausrasten.»

Trainiert wird derzeit montags, mittwochs und freitags. In Wil steht den Sportlern die Kunsturnhalle im RLZO zur Verfügung. Zudem will der Verein junge Menschen auf den Geschmack bringen. «Jeder kann sich uns anschliessen», sagt Hanak. Beim Parkour verlaufe alles schrittweise. «Man sollte sich nicht überschätzen, klein anfangen und langsam steigern», erklärt Hanak. Wichtig sei die mentale Stärke: «Der Traceur muss mutig sein, jedoch seine Grenzen kennen.»

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.