Knappe Mehrheit - Parkplätze in Zürich dürfen neu ersatzlos verschwinden
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Knappe MehrheitParkplätze in Zürich dürfen neu ersatzlos verschwinden

Der Begriff «historischer Parkplatzkompromiss» wird aus dem Verkehrsrichtplan gestrichen. Die Mehrheit war knapp – es brauchte drei Abstimmungen.

von
Monira Djurdjevic
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Laut der SP sind viele öffentliche Flächen durch Parkplätze verstellt.

Laut der SP sind viele öffentliche Flächen durch Parkplätze verstellt.

20min/Sonja Mulitze
Die SP setzt sich deshalb dafür ein, oberirdische Parkplätze abzubauen, um freie Flächen zum Verweilen und Flanieren zu ermöglichen.

Die SP setzt sich deshalb dafür ein, oberirdische Parkplätze abzubauen, um freie Flächen zum Verweilen und Flanieren zu ermöglichen.

20min/Sonja Mulitze
Der historische Parkplatzkompromiss soll durch eine neue Strategie ersetzt werden, so die SP.

Der historische Parkplatzkompromiss soll durch eine neue Strategie ersetzt werden, so die SP.

20min/Karina Romer

Darum gehts

  • Der historische Parkplatzkompriss von 1996 ist Geschichte.

  • In der Zürcher Innenstadt dürfen künftig Parkplätze abgebaut werden, ohne dass sie ersetzt werden.

Die Debatte um den Stadtzürcher Verkehrsrichtplan hat am Mittwoch begonnen. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, herrschte bei der Frage, wie und ob der Parkplatzkompromiss überhaupt weitergeführt werden soll, im Rat kaum Einigkeit. Laut der SP sind viele öffentliche Flächen durch Parkplätze verstellt. Man setze sich deshalb dafür ein, oberirdische Parkplätze abzubauen, um freie Flächen zum Verweilen und Flanieren zu ermöglichen.

Den historischen Parkplatzkompromiss wolle man durch eine neue Strategie ersetzen. Der Fokus soll nicht mehr auf der «Erbsen- beziehungsweise Parkplatzzählerei» liegen, sondern in der Ermöglichung von Fussgängerbereiche in der Innenstadt, heisst es in einer Mitteilung.

Historischer Parkplatzkompromiss

Der historische Parkplatzkompromiss wurde 1996 vom Gemeinderat beschlossen mit dem Ziel, die Innenstadt für den Fussverkehr attraktiver zu machen, indem oberirdische Parkplätze in Parkierungsanlagen verschoben werden. Dabei sollte die Gesamtzahl der Parkplätze auf dem Stand von 1990 stabil bleiben.

SVP wollte von Abbau nichts wissen

Während die SVP von einem Abbau nichts wissen und den Kompromiss unangetastet lassen wollte, waren die FDP, GLP und EVP bereit, die oberirdischen Parkplätze um zehn Prozent zu verringern. Die Bedingung war, diese Zahl im Richtplan festzuschreiben.

Doch es kam anders: Der Begriff «historischer Parkplatzkompromiss» wird aus dem Verkehrsrichtplan gestrichen, schreibt der «Tages-Anzeiger». Weil der Vorschlag der SP genau gleich viele Stimmen erhielt wie der Vorschlag von FDP, GLP sowie EVP, musste dreimal abgestimmt werden. Schliesslich schlugen sie die AL und Grüne auf die Seite der SP.

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