Parksünder kommen ins Netz
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Parksünder kommen ins Netz

«Ich bin doch nicht blöd», sagen sich manche Kunden und parkieren wild um den Media-Markt in Muri. Doch damit riskieren sie, dass ihre Sünde mit Bild im Internet erscheint.

Über hundert illegal parkierte Fahrzeuge zählten Anwohner des Media-Marktes an Spitzentagen. Immer wieder fotografierten sie die Taten von Parksündern. So zeigen die Bilder etwa, wie ein Feuerwehrwagen durch das Verkehrschaos aufgehalten wird. Veröffentlicht werden die Fotos nun mit unkenntlich gemachten Nummernschildern auf der Internetseite der Aktion Gümligenfeld.

«Die Bilder halten fest, welche Zustände beim Media-Markt herrschen. Nur so können wir aufzeigen, dass die Massnahmen der Gemeinde ungenügend sind», sagt Marco Giuffredi, der die Homepage betreibt. Politisch brisant sind die Parksünden, weil der Media-Markt eigentlich nur noch 128 Plätze anbieten darf – ein Teil der Tiefgarage ist deshalb gesperrt. Zudem sind in der Nähe weitere Fachmärkte geplant.

Gegen den Publikumsverkehr ist auch eine Volksinitiative hängig. «Weil die Autos auf Privatgelände abgestellt werden, liegt es an der Hausbesitzerin, die Parkbeschränkung durchzusetzen – das tut sie jedoch nicht», sagt Rolf Eberhard von der Gemeinde Muri. Man könne die Falschparker nicht direkt büssen. Die Gemeinde suche jetzt nach verhältnismässigen Lösungen, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Patrick Marbach

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