Aktualisiert 26.10.2010 19:48

FC St. Gallen

Parlament enttäuscht und wütend

Die Bosse des FCSG geniessen bei den Politikern null Vertrauen: Die Finanzspritze hatte am Dienstag im Stadtparlament keine Chance.

von
Sascha Schmid
FCSG-Präsident Michael Hüppi.

FCSG-Präsident Michael Hüppi.

«Die Diskussion war von grosser Skepsis und Enttäuschung geprägt», sagte Barbara Frei-Grimm zu Beginn der Parlamentssitzung über die Gespräche in der Geschäftsprüfungskommission, die sich bereits im Vorfeld gegen die 2-Millionen-Finanzspritze ausgesprochen hatte. Und die Stadt­parlamentarier droschen im Anschluss weiter auf die Verantwortlichen der AFG-Gesellschaften ein. «Das Debakel wurde durch waghalsige Investitionen grobfahrlässig verursacht», hiess es von der SP. Von «intransparenten Verstrickungen» sprach die SVP. Enttäuscht zeigte sich die FDP, dass der FCSG nicht alle Fakten auf den Tisch gelegt hatte. Gleich erging es der CVP, die das Gefühl hatte, es werde irgendetwas verheimlicht.

Kritisiert wurde etwa, dass die Namen der Investoren, die den Klub übernehmen wollen, unbekannt sind. Viele sahen in der Vorlage zudem einen Erpressungsversuch. «Statt demütig kommen die Verantwortlichen anmassend und fordernd daher», hiess es von Seiten der SVP.

Die Verantwortlichen des FCSG waren nicht vor Ort. Sowohl Präsident Michael Hüppi als auch BAG-VR-Präsident Rainer Siegrist glänzten durch Abwesenheit – und machten damit auch keine Werbung in eigener Sache.

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