Grosser Rat Aargau: Parlament unterstützt Konjunktur mit 8,1 Millionen
Aktualisiert

Grosser Rat AargauParlament unterstützt Konjunktur mit 8,1 Millionen

Der Kanton Aargau unterstützt die Konjunktur bis 2011 mit insgesamt 8,1 Millionen Franken. Dies beschloss der Grosse Rat am Dienstag. Ein Teil des Geldes wird in die Weiterbildung von Kurzarbeitenden investiert.

Gegen den Willen der Regierung kürzte die bürgerliche Mehrheit des Parlamentes auf Antrag der FDP diesen Weiterbildungskredit um 1,9 auf 2,7 Millionen Franken. Der Entscheid fiel mit 67 gegen 62 Stimmen knapp aus.

Die Kürzung hat zur Folge, dass der Kanton die vorgesehenen Deutschkurse für Kurzarbeitende nicht finanzieren kann. Das Geld steht einzig für die Weiterbildung von qualifizierten Berufsleuten zur Verfügung.

Arbeitslosen würden über ihre Versicherung Kurse bezahlt, betonte Regierungsrat Urs Hofmann. Für Kurzarbeitende fehle jedoch die Rechtsgrundlage. Diese Rechtsungleichheit sei ein «Widersinn, betonte er.

Mikrokredite erhöht

Mit 3,7 Millionen Franken kann der Kanton dafür sorgen, dass mehr Lehrstellen geschaffen werden und Lehrabgänger einen Arbeitsplatz finden. Die jungen Erwachsenen sollen beraten und gecoacht werden.

Das Parlament beschloss zudem, die Jahrestranchen für Kleinkredite zu erhöhen, unter anderem für sogenannte Mikokredite sowie für Innovationen und Jungunternehmen.

Der Regierungsrat verzichtete bei den Konjunkturmassnahmen auf zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur. Diese kämen primär der Bauwirtschaft zu Gute. (sda)

Deine Meinung