Aktualisiert 19.08.2009 09:28

Grosser Rat AargauParlament will kantonales Hundegesetz revidieren

Im Kanton Aargau werden die parlamentarischen Arbeiten für ein schärferes Hundgesetz fortgesetzt. Der Grosse Rat lehnte am Dienstag einen Auftrag der FDP-Fraktion mit 81 gegen 47 Stimmen ab, auf kantonale Spielregeln zu verzichten.

Die FDP hatte gefordert, dass der Aargau die Bestimmungen des Bundes übernehmen soll. Für dieses Anliegen stimmten neben der FDP- Fraktion auch zahlreiche SVP-Grossräte. Der Verzicht auf ein eigenes Gesetz verhindere einen «unbefriedigenden Fleckenteppich», hiess es.

Gegen einen Verzicht auf neue kantonale Bestimmungen sprachen sich die Regierung sowie die Fraktionen SP, CVP, Grüne und EVP aus. Es sei nicht gewiss, ob die eidgenössischen Räte ein Hundegesetz mit griffigen Bestimmungen beschliessen würden.

Der Regierungsrat legte im Juli einen Entwurf für die Revision des seit 1871 gültigen Hundesgesetzes vor. Halter von potentiell gefährlichen Hunden sollen künftig eine Ausbildung absolvieren und eine Prüfung ablegen müssen. Auf das Verbot von Hundesrassen will der Regierungsrat verzichten. (sda)

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