Publiziert

CoronavirusParmelin schweigt zu allfälligem Test

Während seine Bundesratskollegen ihre Ergebnisse veröffentlicht haben, findet der Wirtschaftsminister dies zu privat, um es mit der Öffentlichkeit zu teilen.

1 / 11
Bundesrat Guy Parmelin versichert, sich an die Hygiene- und Abstandsempfehlungen zu halten: Der Wirtschaftsminister an der Medienkkonferenz des Bundesrats. (8. April 2020)

Bundesrat Guy Parmelin versichert, sich an die Hygiene- und Abstandsempfehlungen zu halten: Der Wirtschaftsminister an der Medienkkonferenz des Bundesrats. (8. April 2020)

Keystone/Peter Klaunzer
Vergangene Woche hat der  Bundesrat die Strategie vorgestellt, die die Schweiz aus dem Lockdown herausführen soll.

Vergangene Woche hat der Bundesrat die Strategie vorgestellt, die die Schweiz aus dem Lockdown herausführen soll.

Keystone/Peter Klaunzer
Die Öffnung soll schrittweise erfolgen.

Die Öffnung soll schrittweise erfolgen.

Keystone/Salvatore di Nolfi

Wirtschaftsminister Guy Parmelin möchte der Öffentlichkeit keine Angaben machen, ob er einen Coronavirus-Test durchlaufen hat oder nicht. «Darüber möchte ich nicht sprechen», sagte er zur «SonntagsZeitung» und zu «Le Matin Dimanche» auf entsprechende Fragen.

«Ach, das ist jetzt sehr privat», führte der SVP-Politiker weiter aus. Er habe sich aber gut an die Hygiene- und Abstandsempfehlungen gehalten, «vor allem, weil wir vermeiden wollen, das wir uns im Bundesrat noch gegenseitig anstecken». Andere Mitglieder der Regierung hatten ihre Testresultate allerdings bekanntgegeben - wie beispielsweise Gesundheitsminister Alain Berset, dessen Test negativ ausfiel.

Mit den Folgen leben lernen

Die Einschränkungen aufgrund der Coronavirus-Ausbreitung würden noch lange Zeit erhalten bleiben, sagte er zudem. «Die Leute und die Unternehmen müssen ein Stück weit mit den Folgen der Coroa-Krise leben lernen», empfahl Parmelin. Erst wenn die Schweiz eine wirksame Impfung habe, würden die Einschränkungen wohl ganz verschwinden, betonte er. Allerdings zeigte sich der Politiker optimistisch, dass Restaurants in den kommenden Wochen wieder öffnen könnten.

Zu Unternehmen, die Kurzarbeitentschädigung beanspruchten und dennoch Dividenden ausschütteten, äusserte sich der SVP-Bundesrat kritisch. Zwar gebe es dazu keinen Bundesratsentscheid, aber er finde, dass Firmen da zurückhaltend sein müssten. «Es ist ein schlechtes Zeichen», mahnte Parmelin gegenüber den Zeitungen. (sda)

Das neue Coronavirus

Sars-CoV-2 (Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2). Diese Bezeichnung wurde vom International Committee on Taxonomy of Viruses am 11. Februar 2020 beschlossen. Zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO das Virus als 2019-nCoV bezeichnet.

Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) heisst.

Damit verhält es sich bei der neuen Krankheit ähnlich wie bei HIV und Aids. Auch dort hat das Virus (HIV) einen anderen Namen als die Krankheit (Aids).

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.