Jurafrage: Parteien werben für Verbleib Moutiers bei Bern

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JurafrageParteien werben für Verbleib Moutiers bei Bern

Sechs bernjurassische Parteien machen sich für einen Verbleib von Moutier beim Kanton Bern stark. Die Bevölkerung soll sich für den Status quo aussprechen.

von
stm
Am 18. Juni 2017 wird Moutier über den Kantonswechsel abstimmen.

Am 18. Juni 2017 wird Moutier über den Kantonswechsel abstimmen.

Keystone/Anthony Anex

Am 18. Juni spricht sich das Stimmvolk von Moutier zur künftigen Kantonszugehörigkeit aus. Zur Debatte steht entweder der Wechsel zum Kanton Jura oder der Verbleib beim Kanton Bern.

Am Anlass in Moutier traten die Präsidenten der bernjurassischen Sektionen der SVP, der FDP, der SP, der BDP, der EVP und der EDU auf. Die Grünliberalen unterstützen den Appell ebenso, während die Grünen sich entschlossen haben, keine Stimmempfehlung abzugeben.

Berner Jura würde zweigeteilt

Der Auftritt erfolgte auf Initiative des Abstimmungskomitees «Moutier, j'y tiens». Dessen Co-Präsidentin Virginie Heyer sagte, der ganze Berner Jura engagiere sich für den Verbleib Moutiers bei Bern. Nur die autonomistische Partei PSA und die mit ihr verbundenen Bewegungen seien für den Wechsel Moutiers zum Kanton Jura.

«Wenn Moutier gehen sollte, würde der Berner Jura zweigeteilt», sagte der Präsident der bernjurassischen FDP, Patrick Röthlisberger. «Das würde der Einheit und der Entwicklung dieser Region schaden.» Nelly Schindelholz, Co-Präsidentin der regionalen BDP, lud die Bevölkerung in Moutier ein, auf Stabilität und Kontinuität zu setzen.

Moutier will Plakatwildwuchs verhindern

Vor der mit Spannung erwarteten Abstimmung will die Stadtkanzlei von Moutier einen Plakatwildwuchs in den Strassen des Städtchens verhindern. Ab dem 24. Mai wird sie Stellwände aufstellen, deren Plakatfelder für die lokalen Parteien und politischen Gruppierungen reserviert sind.

Der Gemeinderat ruft diese auf, nur je eines der vorhandenen Felder zu benutzen, so dass nicht auf allen Stellwänden dasselbe Plakat erscheint. «Du fair-play s'il vous plaît», also «Fairplay bitte», schreibt die Stadtkanzlei dazu.

(stm/sda)

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