Party-Club X-tra soll Katholiken weichen
Aktualisiert

Party-Club X-tra soll Katholiken weichen

Der Partytempel X-tra soll der katholischen Paulus-Akademie weichen. Das wünscht sich die Genossenschaft, der das Limmathaus gehört.

Besonders bei den jüngsten Partygängern ist das X-tra ein beliebtes Ziel für durchgefeierte Nächte. Doch in wenigen Jahren könnte der Partytempel der Vergangenheit angehören: Die Genossenschaft Limmathaus, der das Gebäude gehört, möchte die Liegenschaft Ende 2012 der katholischen Paulus-Akademie übergeben.

«Das ist ein strategischer Entscheid», sagte Genossenschaftspräsident Bruno Hohl zu 20 Minuten. Die aktuelle Nutzung des Limmathauses führe für das Quartier zu Belastungen durch Abfall, Lärm und Parkplatz-Suchverkehr. Das dürfte sich ändern, sobald im Limmathaus statt Musik und Party Theologie und Ethik angesagt wären. «Das Haus würde dann auch zu ganz anderen Zeiten genutzt», so Hohl.

X-tra-Geschäftsführer Jürg Burkhardt hat an den Plänen der Genossenschaft keine Freude: «Wir möchten auch über das Jahr 2012 an diesem Standort bleiben», sagt er. Ob die Paulus-Akademie, die heute in Zürich-Witikon angesiedelt ist, wirklich an den Limmatplatz zieht, entscheidet sich morgen an der Sitzung der Synode der katholischen Kirche des Kantons Zürich: Sie wird über einen Vorvertrag mit der Genossenschaft befinden. Die Geschäftsprüfungs- und die Finanzkommission der Synode raten

jedoch ab: Das finanzielle Risiko für die Kirche sei zu gross.

Marco Lüssi

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