Luzern: Party, Diebe und Vandalen in Parkhäusern
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LuzernParty, Diebe und Vandalen in Parkhäusern

In Luzerner Parkhäusern wird nicht nur parkiert: Am Montag rammte ein Autofahrer die Schranke im Parking Altstadt. Auch sonst ereignet sich einiges in den Parkhäusern der Stadt.

von
mme
Ein Mitarbeiter der Tiefgarage Bahnhofplatz AG zeigt die kaputte Schranke beim Parkhaus Altstadt. Diese wurde von einem Autofahrer demoliert, der sein Parkticket verloren hatte.

Ein Mitarbeiter der Tiefgarage Bahnhofplatz AG zeigt die kaputte Schranke beim Parkhaus Altstadt. Diese wurde von einem Autofahrer demoliert, der sein Parkticket verloren hatte.

Es trägt sich zuweilen Unglaubliches zu in den Luzerner Parkhäusern: Am Montag um 1.15 Uhr etwa fand ein Autofahrer sein Ticket nicht mehr. Kurzerhand nahm er Anlauf, durchbrach die Schranke und fuhr nach Hause. Besser gesagt: Er wollte nach Hause fahren; in Grosswangen setzte er sein Auto in einen Bach. Der Mann hatte 0,61 Promille intus, teilte die Polizei später mit.

Zwei Autos fahren mit nur einem Ticket raus

Bei der Tiefgarage Bahnhofplatz AG, welche die Parkhäuser P1 und P2 beim Bahnhof, das P3 hinter der Uni sowie das Parkhaus Altstadt betreibt, weiss man weitere solche Geschichten zu erzählen. Zum Beispiel über besonders schlaue Autofahrer: «Beim Parkhaus P3, wo viele Berufsschüler parkieren, fahren einige Personen hintereinander raus, lösen aber nur ein Billett», so ein Sprecher der Tiefgarage AG. Natürlich duldet die Tiefgarage Bahnhofplatz solches nicht. Der Sprecher: «Wir kontrollieren dies per Video und fehlbare Lenker werden kontaktiert.» Die fehlbaren Fahrer würden mit je zwischen 100 und 200 Franken gebüsst. Dies habe sich jetzt herumgesprochen, das Problem konnte eingedämmt werden.

Party im Parkhaus

Wenig Freude die Tiefgarage Bahnhofplatz AG auch, wenn an Sonntagmorgen die fünf Parkhäuser gewartet werden. «Es riecht manchmal nach Urin, und man trifft selten sogar Erbrochenes am Boden.» Parkhäuser seien im Winter gewärmt, weswegen sie von Randständigen und Partygängern aufgesucht würden, um dort Alkohol zu konsumieren. Dank präventiven Massnahmen der Stadt Luzern rund um den Luzerner Bahnhof habe sich die Situation aber gewaltig verbessert.

Dann gibts da noch Personen, die ihr Auto nicht im Griff haben. Zum Beispiel etwa einen Rentner, der im ersten Stock des Parkhauses Altstadt parkierte. «Als er rausfahren wolle, legte er den Vorwärts- statt den Rückwärtsgang ein. Zum Glück stoppte ihn die Leitplanke.»

Achtung: Diebe on Tour

Im Parkhaus übrigens empfiehlt es sich dringend, sein Auto abzuschliessen: Im Journal der Polizei finden sich laut Sprecher Simon Kopp manchmal Meldungen über Personen, die von Auto zu Auto gehen und schauen, ob diese nicht verschlossen sind.

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