Aktualisiert 12.05.2012 11:11

Reitschule wehrt sichParty-Umzug durch Berns Innenstadt

«Fight For Your Right (To Party)» - dieses Motto der Reitschul-Betreiber nahmen sich gegen 3000 Berner zu Herzen und protestierten mit einer nächtlichen Strassenparty gegen verschärfte Betriebsauflagen.

In Berns Innenstadt wurden Soundsystems laufen gelassen und Pyros abgelassen.

In Berns Innenstadt wurden Soundsystems laufen gelassen und Pyros abgelassen.

Mit einer Strassenparty in der Berner Innenstadt haben Besucher der Reitschule in der Nacht auf Samstag gegen die verschärften Betriebsauflagen protestiert. Der Umzug führte von der Schützenmatte via Bahnhof bis vors Bundeshaus.

Er verlief friedlich, wie ein Sprecher der Kantonspolizei Bern auf Anfrage sagte. Nach seinen Angaben beteiligten sich mehrere hundert Menschen am Umzug. Ein Journalist des Newsportals «DerBund.ch/Newsnet» schätzte die Zahl der Teilnehmer auf 3000.

Der Protest richtete sich gegen die verschärften Betriebsauflagen, die Regierungsstatthalter Christoph Lerch per 11. Mai in Kraft gesetzt hat und mit denen er einen Beitrag gegen den nächtlichen Lärm leisten will. Was genau er verfügt hat, ist allerdings nicht bekannt, denn der Wortlaut wurde nicht veröffentlicht.

Schikanöse Auflagen

Sicher ist, dass auf dem Vorplatz ab 00.30 Uhr keine Getränke mehr verkauft werden dürfen. Die Reitschul-Betreiber schreiben zudem, sie seien verplichtet worden, Gäste wegzuweisen, die auf dem Vorplatz Getränke konsumieren. Diese Auflage sei deplatziert und nicht durchsetzbar.

Der Gemeinderat relativierte letzte Woche diese Angaben: Zwar gebe es ab 00.30 Uhr ein Verkaufsverbot, doch im übrigen sei der Vorplatz ein öffentlicher Freiraum. Wer sich ans Gesetz halte, dürfe sich jederzeit hier aufhalten.

Wie auch immer: Die Verantwortlichen der Reitschule beendeten am Samstag kurz nach 00.30 Uhr den Betrieb auf dem Vorplatz gleich selber und schickten drei mobile Soundsysteme auf den Weg in die Stadt. Die Vorplatz-Besucher folgten der Musik. Das Motto des Umzugs gab ein Song der Beastie Boys vor: «Fight For Your Right (To Party)». (sda)

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