Basel-Landschaft: Partyaufruf geht viral, dann hat die Tiktokerin ein Gespräch mit der Polizei

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Basel-LandschaftPartyaufruf geht viral, dann hat die Tiktokerin ein Gespräch mit der Polizei

Eine junge Frau veröffentlicht auf ihrem privaten Tiktok-Account ein Video, in dem sie zu einer grossen Party einlädt. Zwei Tage vorher zieht sie die Reissleine.  

von
Vanessa Travasci
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Eine junge Frau macht auf Tiktok einen Aufruf, dass alle auf ihre Party kommen sollen. «Egal, ob gross, klein, jung, alt, verschlossen, offen… Nehmt eure Freunde mit und wir schreiben einen unvergesslichen Abend», schreibt sie dazu. 

Eine junge Frau macht auf Tiktok einen Aufruf, dass alle auf ihre Party kommen sollen. «Egal, ob gross, klein, jung, alt, verschlossen, offen… Nehmt eure Freunde mit und wir schreiben einen unvergesslichen Abend», schreibt sie dazu. 

tiktok/screenshot
Knapp 3000 Menschen finden dies gut und fragen beispielsweise konkret nach Übernachtungsmöglichkeiten. Laut der Veranstalterin kein Problem. Man könne zelten oder im Obergeschoss schlafen.

Knapp 3000 Menschen finden dies gut und fragen beispielsweise konkret nach Übernachtungsmöglichkeiten. Laut der Veranstalterin kein Problem. Man könne zelten oder im Obergeschoss schlafen.

tiktok/screenshot
Andere teilen aber Sorgen mit: «Hast du keine Angst, dass es aus dem Ruder läuft und am Schluss zu viele kommen?», fragt ein User in der Kommentarspalte. Die Veranstalterin sieht es zunächst aber gelassen. 

Andere teilen aber Sorgen mit: «Hast du keine Angst, dass es aus dem Ruder läuft und am Schluss zu viele kommen?», fragt ein User in der Kommentarspalte. Die Veranstalterin sieht es zunächst aber gelassen. 

tiktok/screenshot

Darum gehts

  • Das Tiktok-Video einer jungen Frau ging diesen Dienstag viral. Darin rief sie öffentlich dazu auf, auf ihrer Home-Party zu feiern und veröffentlicht die Adresse.

  • Knapp 3000 Personen fanden dies gut. Viele fragten bereits nach Übernachtungsmöglichkeiten. 

  • Nach einem Gespräch mit der Polizei sagt sie die Veranstaltung jedoch ab, wie sie ebenfalls auf Tiktok verkündet. 

Am Dienstag postet eine junge Baselbieterin auf ihrem Tiktok-Account ein Video, auf dem sie öffentlich zu ihrer Party einlädt, die diesen Freitag auf einem Hof im Kanton Basel-Landschaft stattfinden soll. «Ich habe meinem Chef versprochen, dass ich es auf die Reihe bringe, am 05.08.22 eine riesige Party zu organisieren», steht im Video. In der Beschreibung sind eine detaillierte Adresse als auch die Uhrzeit zu finden. Bereits knapp 3000 Menschen gefällt das. 

Gelockt wird mit Grill, Getränken, Musik. Eingeladen seien alle, wie die Frau schreibt. Auch Schlafsack und Zelt können mitgenommen werden, wenn die Gäste vor Ort schlafen wollen, informiert sie.

In der Kommentarspalte wird der Aufruf ernst genommen. Es werden konkrete Fragen zu Übernachtungs- und Parkmöglichkeiten gestellt. Andere wollen wissen, ob das Video auch auf Facebook verbreitet werden soll. Doch nicht alle scheinen von der Idee überzeugt zu sein. «Willst du 20’000 Leute bei dir? Das wird eskalieren», warnt ein User. Jemand Weiteres fragt: «Hast du keine Angst, dass es aus dem Ruder läuft und am Schluss zu viele kommen?» Sie werde von mehreren Leuten, unter anderem ihrem Chef, bei der Durchführung des Festes unterstützt, so die Frau.

«Wir haben die Brandgefahr zu wenig ernst genommen»

Am Mittwochabend dieser Woche zieht sie jedoch die Reissleine. Das Einladungsvideo wurde gelöscht und stattdessen ladet sie ein neues hoch. Darin verkündet die Tiktokerin, dass sie nach einem längeren Gespräch mit der Polizei zum Entschluss gekommen sei, die Party abzusagen. «Wir haben das Sicherheitskonzept zu wenig ausgearbeitet und die Brandgefahr zu wenig ernst genommen», schreibt sie erklärend dazu. Sie wolle die Party jedoch nächstes Jahr nachholen.

Auch gegenüber 20 Minuten warnt die Polizei vor solchen Aufrufen: «Grundsätzlich werden mit solchen Videos keine Rechtsbestimmungen verletzt, doch natürlich sind diese Aufrufe in den sozialen Medien mit einem Risiko verbunden. Es besteht die Gefahr, dass der Event ausser Kontrolle gerät», kommentiert die Baselbieter Polizei. Wichtig sei vorab abzuklären, wer bei einer solchen Veranstaltung im Schadensfall haftet. Die Bewilligung von grossen Anlässen läge in den Händen der Gemeinde. In der betroffenen Gemeinde wusste man auf Nachfrage von der geplanten Party nichts. 

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